30.7.2013 – Dem Tenor, dass die Versicherungswirtschaft sich nicht gemeinsam als Branche den rechtlich-wirtschaftlich-politischen Änderungen stellt, kann ich als Versicherungsmakler und Inhaber einer Consulting-Firma leider voll nachvollziehen.
Im Vertrieb erlebe ich einen kleinteiligen Wettbewerb und Zerfleischungskampf innerhalb der Branche, „Stichwort Versicherungsvergleiche“. Viele Versicherer verstehen es leider noch als Innovation, wenn sie den eigenen Leuten das Versicherungsgeschäft auf unkoordinierte Art und Weise Richtung „Optiker“ oder „Kfz-Händler“, "gesetzliche Krankenversicherung" oder „Strukturvertrieb“ aus der Hand nehmen.
Bei Themen wie Personalentwicklung und Organisations-Entwicklung habe ich die Erfahrung, dass das Top-Management in der Versicherungsbranche in patriarchalisch-hierarchischen Strukturen festhängt und zum Beispiel nicht das Problem der mangelnden Bewerber im Vertrieb erkennt.
Das mittlere Management sitzt in Schulungen und erlebt, wie viel Geld, Manpower und Hirn in anderen Branchen in Sachen „Kampf um die besten Köpfe“, „Mentoring-Programme“, „Change-Programme“, „professionelles Vorschlagswesen“ investiert werden. Das mittlere Management macht inspiriert, zum Beispiel durch den Pharma-Vertrieb oder ein tolles neuartiges Assessment-Center bei Siemens, seinen Top-Managern ähnlich Vorschläge und wird mit Dinosaurier-Glaubensätzen wie: „im Vertrieb ist schon immer alles anders“, „die Leute bleiben eh nicht lange, deshalb können wir kaum etwas investieren“, abgespeist.
Claus-Georg Schilling
zum Artikel: „„Versicherer brauchen radikale Innovationen“”.




