18.5.2026 – Der Beruf des versicherergebunden Vermittlers gehört grundlegend refomiert. Es darf nur noch Angestellte mit tariflich auskömmlichem Festgehalt und ohne Provision geben. Ein Anstellungsvertrag ist arbeitsrechtlich außerdem auf Leistung (Beratung), aber nicht auf Erfolg (Abschlüsse) gerichtet, so dass sich der Zahlendruck damit auch erledigt. Bei Maklern genau dasselbe, wenn sie „Kundenberater“ beschäftigen.
Es ist kein Geheimnis, dass auch der Nachwuchsmangel so weitergeht, wenn die Rahmenbedingen so weitergehen, auf denen mächtig Staub liegt und die dem Berufsbild wirklich nicht gerecht werden. Wer will denn heute noch beruflich betteln gehen, und wenn die Gabe dann nach vier Terminen kommt, jahrelang warten, bis sie schlussendlich verdient ist?
In meinem Bekanntenkreis sagen alle unisono: Lieber beziehe ich Bürgergeld, als dass ich in der Branche im Verkauf arbeite. Ich füge hinzu: Das sagen mir teilweise Leute, die gerade mal den Hauptschulabschluss geschafft oder nichts gelernt haben, und die normal bis gut Qualifizierten sowieso.
Heinz Vollmer
zum Artikel: Warum sich immer weniger junge Menschen für den Versicherungsvertrieb entscheiden




