Leistungsvorteile der PKV liegen auf der Hand

23.10.2012 – Toll, was hier ausgerechnet wieder einmal die AOK „recherchiert“ hat. Sicherlich existiert das Problem der steigenden Beiträge, allerdings gibt es hier bei verschiedenen privaten Krankenversicherungs- (PKV-) Gesellschaften auch eklatante Unterschiede und die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist davon ebenfalls betroffen.

Der PKV-Rentner hat die Situation alleine zu meistern, der GKV (besonders den AOKen) wird ja mit Steuergeldern großzügig unter die Arme gegriffen. Somit werden der medizinische Fortschritt und die Demografie, Hauptauslöser für Beitragsanpassungen, in diesem System von allen bezahlt – auch von denen, welche gar nicht in der GKV versichert sind.

Außerdem werden drei Punkte gänzlich verschwiegen:

1. Die Leistungsvorteile der PKV liegen klar auf der Hand (Zweiklassengesellschaft).

2. Wenn ein Rentner in den Standardtarif seiner PKV wechselt, werden ihm seine Altersrückstellungen angerechnet. Somit zahlt er – bei entsprechender Vorversicherungsdauer – meistens sogar deutlich weniger als in der GKV bei ähnlichen Leistungen.

3. Zusätzlich besteht grundsätzlich die Möglichkeit, innerhalb der Gesellschaft in einen Selbstbehalt und leistungsidentischen (Neu-) Tarif zu wechseln. Ebenfalls unschädlich für die Altersrückstellungen und mit der Unterstützung eines Beraters auch kein Problem.

Fazit: Bitte immer mit gleichem Maß messen und die Vorteile und Möglichkeiten des anderen Systems nicht durch solche, offensichtlich subjektiven, Umfragen verfälschen. Der PKV-Verband reitet auch nicht ständig wegen zum Beispiel der oben genannten Steuersubventionen auf der GKV herum.

Peter E. Huf

muenchen@ph-finanzservice.de

zum Leserbrief: „Unabsehbare Folgen führen zur Belastung”.

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