Keine Makler mehr, die kostenlos beraten

30.6.2014 – Der Gesetzgeber macht, was Lobbyisten ihm vorgeben. Jeder normal denkende Mensch weiß, dass die Höhe der Provision nichts mit der Qualität des Produktes, der Ablaufleistung und der Beratung zu tun hat. Zumal es diskriminierend ist, dieses nur von der Versicherungsbranche zu verlangen. Autoverkäufer und andere brauchen das nicht.

Das Problem ist aber, ein Makler berät einen Kunden, vergleicht, unterhält ein Büro, Vergleichs- und Beratungssoftware, Angestellte und so weiter. Nach mehreren Beratungsstunden, zwei Terminen und Stunden der Vorbereitung entschließt sich der Kunde für eine vorgeschlagene Lösung. Erst jetzt sieht er die Höhe der Provision und aufgrund von Neidgedanken schließt er nichts beim Makler ab, sondern über das Internet. Das soll dann gut sein?

Also können in Zukunft nur noch Menschen beraten werden, die bereits im Vorfeld ein Honorar über die Beratung bezahlen, was dann eventuell bei einem Abschluss verrechnet wird.

In keiner Branche werden so viele politische Fehler gemacht wie in unserer! Warum verbietet man nicht einfach die Geldanlagemodelle, bei denen der Kunde alles verlieren kann. Denn nur dadurch wurde diese Diskussion ausgelöst.

Dass Kunden seit Jahrzehnten immer aus der Lebensversicherung etwas ausgezahlt bekommen haben, ist Fakt. Das kann man von Beteiligungen, Aktien und Fonds nicht unbedingt behaupten. Und an die selbsternannten Verbraucherschützer: Ihr schützt nicht, Ihr schadet dem Verbraucher! Irgendwann gibt es keine Makler mehr, die kostenlos beraten!

Achim Finke

achim.finke@af-versicherungsmakler.de

zum Artikel: „Der Euro-Ausweis der Abschlussprovision hat keine Freunde”.

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