21.5.2026 – Es ist richtig, dass der Versicherungsvertrieb bei jungen Menschen keinen positiven Anklang findet. Ich habe im Jahr 1990 meine VM-Unternehmung gegründet und ebenfalls zunehmend weniger Motivation in der Ausübung der Tätigkeit verspürt.
Trotz vertrieblichen Erfolgs, mehrerer Mitarbeiter und so weiter waren es einerseits die Deregulierung des Marktes, die wirtschaftlichen Komponenten und auch der Wandel durch das Internet, welche die anfängliche Motivation zunehmend schwinden ließen.
Die Deregulierung führt zu immer komplexeren Produkten, welche teilweise nicht vergleichbar sind, und öffnet zudem Sondertarifen, welche den freien Markt über Verbünde und Verbände untergraben, alle Türen.
Die zunehmend verlängerten Stornohaftungen in den Geschäften, auf welche Berater mit und ohne großen Anfangsbestand anfänglich bauen, lassen keine wirtschaftliche Skalierung zu und der Vertrieb konkurriert mit zum Teil spezifischen Onlineangeboten, welchen man mangels entsprechendem Marketingbudget nichts entgegenbringen kann.
In Bezug auf die Sinnfrage gibt es wahrlich ein Glaubensproblem, wenn man staatlich unterstützte Produkte empfohlen bekommt, welche sich dann für die Anleger nach 20 Jahren als „quasi“ Mogelpackung darstellen. Erfahrene Berater haben von diesen Produkten ohnehin die Finger gelassen, aber für junge Einsteiger und Struckiläden war es ein leicht zu verkaufendes Produkt.
Hans-Jürgen Kaschak
zum Artikel: Warum sich immer weniger junge Menschen für den Versicherungsvertrieb entscheiden




