Im Leistungsfall zählt nicht Sympathie, sondern Vertragsverständnis

3.3.2026 – Wenn Milliarden in die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) investiert werden, stellt sich eine einfache Frage: Warum, wenn sie am Ende angeblich nichts „Vernünftiges“ zur Beratung beitragen soll?

Gerade in der Versicherungsberatung – etwa bei der Berufsunfähigkeitsversicherung – geht es um die Analyse komplexer Bedingungen, Ausschlüsse und Leistungsdefinitionen. Das sind strukturierte Text- und Vergleichsaufgaben. Genau hier liegen die Stärken moderner KI-Systeme.

Natürlich ersetzt KI keine persönliche Verantwortung. Aber sie kann objektiver, umfassender und konsistenter analysieren als ein Vermittler mit begrenztem Marktüberblick oder gefährlichem Halbwissen.

Im Leistungsfall zählt nicht Sympathie, sondern Vertragsverständnis. Die eigentliche Frage lautet daher: Wollen wir Beratung auf Basis systematischer Analyse – oder auf Basis individueller Wissenslücken? Wer KI entwickelt, um komplexe Entscheidungen zu unterstützen, sollte ihren Einsatz in der Beratung nicht reflexartig relativieren.

Erwin Daffner

daffner@gmx.de

zum Artikel: „Veränderungsprozesse meistern: Wenn der Kunde der KI mehr vertraut als dem Vermittler”.

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