Honorarberatung ist nicht verlässlicher

28.1.2013 – Ich finde es immer wieder interessant, wie sich über die Provisionen und damit die Einkünfte von uns Versicherungs-Vermittlern unterhalten wird. Spricht man allerdings die Politiker auf die Aufdeckung ihrer Nebeneinkünfte an, wird ziemlich schnell das Thema gewechselt.

Zu den Honorarberatern kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die Kunden sich auch hier keinesfalls auf eine kostenfreie Beratung verlassen können. Mittlerweile gibt es Honorarberater, die privat krankenversicherten Kunden sagen, dass sie ihre monatliche Beitragsbelastung enorm reduzieren können. Dabei wird lediglich der hochwertige Tarif gegen einen leistungsschwächeren ausgetauscht oder der Selbstbehalt erhöht.

Dafür berechnet der Honorarberater dann das bis zu sechsfache des eingesparten Monatsbeitrages. Diese Leistung bekommt der Kunde von seinem Versicherungsvermittler ganz umsonst.

Bezüglich der „Abzocke mit unrealistischen Sterbetafeln“ muss man sich vor Augen halten, dass sich die private Rentenversicherung vertraglich dazu verpflichtet, eine lebenslange Rentenzahlung zu garantieren. Hingegen wird beim Generationenvertrag mit entsprechendem Umlageverfahren davon ausgegangen, dass es immer genügend Beitragszahler gibt, um die aktuellen Renten zu finanzieren. Zudem gibt es entweder die Möglichkeit der Beitragsrückgewähr oder der Hinterbliebenenrente.

Andreas Schneider

a.schneider@trashmail.de

zum Artikel: „Grüne fordern umfassenden Provisionsdeckel”.

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Wie erhält der Kunde mehr Geld?

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