Entweder Zillmerung der Tarife oder die Vermittlung gegen Honorar

23.2.2026 – Es sind nicht die Abschlusskosten, welche die Produkte „teuer” machen. Es ist die „Geiz ist geil”-Mentalität, die viele Vermittler dazu zwingt, hochprovisionierte Produkte zu verkaufen. Nur damit lassen sich die vielen unbezahlten „Angebots”-Stunden kompensieren.

Würde pro Beratung eine Mindestvergütung anfallen (wie zum Beispiel für Kostenvoranschläge in der Kfz-Werkstatt, die dann bei Auftragserteilung verrechnet werden), dann ließen sich die Vertriebskosten für einzelne Verträge reduzieren. Wer glaubt, eine Leistung ohne Gegenleistung zu bekommen, wird letztendlich die gerechte Beute unseriöser Machenschaften.

Der Verbraucher muss durch qualifizierte Beratung zur Schließung von Deckungs- und Versorgungslücken hingeführt werden. Wenn dies gewissenhaft geschieht, dann wird letztendlich im Falle des Worst Case auch die Solidargemeinschaft entlastet.

Beratung mit Expertise kostet Zeit und damit Geld. Dabei ist die Vermittlung von sogenannten provisionsfreien Honorartarifen nicht für jeden Verbraucher erschwinglich. Somit bleibt eben nur die Zillmerung der Tarife oder die Vermittlung gegen Honorar.

Franz K. Kern

FranzK@atlas-consult.com

zum Artikel: „Drohendes Zillmerverbot: Werden hohe Abschlusskosten zukünftig auf das Kollektiv abgewälzt?”.

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