Eine weitere Mogelpackung

11.5.2026 – Ich bin heute sehr froh darüber, dass ich bereits bei Einführung der Riesterrente meine Mandanten geraten habe die Riesterrente tatsächlich nur im Einzelfall abzuschließen.

Das Ergebnis ist, dass diese eine anderweitige, nicht staatlich geförderte Anlageform, wählten, wozu Sie auch keine nachgelagerte Besteuerung zu fürchten haben und welche mir heute eine Stornowelle der Riesterverträge erspart.

Die neue staatlich gestützte Versorgung ist wie die Riesterrente eine weitere Mogelpackung, da niemand die steuerliche Belastung und weitergehende Zusicherung der staatlichen Zuschüsse vorhersagen beziehungsweise garantieren kann. Weshalb sollten Sparer nun dieser neuen Form mehr Vertrauen schenken? 

Für Berater ist es ohnehin wirtschaftlich nicht tragbar, hierzu eine Beratungsdienstleistung zu erbringen.

Ich kann nur jedem dazu raten, sich über seine Altersvorsorge frühzeitig Gedanken zu machen und diese unabhängig von Empfehlungen diverser Produktlieferanten oder auch Beratern zu planen. Wer in ausgewählte ETF-Sparpläne investiert bleibt flexibel und im Rentenalter steuerlich ebenfalls frei in seiner Entscheidung, ob er seinen Ruhestand in Deutschland oder sonst wo auf der Welt steuerlich erfassen lässt. 

Für die Lebensversicherer wird es zukünftig sicherlich noch schwieriger werden, deren überteuerte Produkt zu vertreiben. Wer die staatliche Vorsorge anbieten möchte, wird dies lediglich online ohne weitere Beratung vollziehen können, da es ansonsten unwirtschaftlich ist.

Hans-Jürgen Kaschak

info@veka-online.de

zum Artikel: Riester-Reform: Bundesrat beschließt neues Standarddepot

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