Die PKV hätte doch die Wähler von ihren Positionen überzeugen können

22.9.2026 – „Schlechte Wahlergebnisse in den Bundesländern dürfen für die Union kein Anlass sein, jahrzehntelange Parteipositionen über Bord zu werfen. Im Grundsatzprogramm der CDU heißt es zutreffend, die Grundlage für eine gute Versorgung in unserem Land ist das duale System mit gesetzlicher und privater Krankenversicherung“. meint der PKV-Verband.

Verlangt er, dass eine Partei statt auf den veränderten Wählerwillen einzugehen und sich diesem anzupassen, mit jahrzehntealten Grundsätzen besser untergehen soll? Oder soll sie den Wählern überzeugend erklären, dass das bisherige duale System GKV/PKV genau richtig ist?

Die PKV hat doch eine Heerschar an Versicherungsvertretern und einen riesigen Werbeetat, mit dem sie die Wähler von ihren Positionen überzeugen könnte. Und ihnen erklären, dass die jahrzehntealten Partei-Positionen zum dualen System immer noch genau richtig sind. Damit würde dann das Problem, dass die alten Positionen nicht mehr überzeugen und zu schlechtesten Wahlergebnissen führen, auch behoben sein.

Wenn die PKV überzeugende Argumente hat, hätte sie doch an den Wahlständen damit unterstützen können, damit die Wähler überzeugt werden. Durch Schulungen, durch Werbematerial, Anzeigenkampagnen oder den Aufruf an ihre Versicherungsvertreter, bei den Wahlständen entsprechend zu helfen. Dass eine Partei, die sich hier alleine gelassen sieht, nun entsprechend reagiert, darf doch nicht verwundern.

Was nun die Nachteile des Umlageverfahrens und die Sicherung der Demographiefestigkeit in der GKV angeht, zeigt die Aktienrente der gesetzlichen Rentenversicherung, wie auch das reformfähig ist. Eine Kapitalbildung in der GKV ist ebenso machbar. Man braucht dazu nicht unbedingt auf die Alterungsrückstellungen der PKV als Grundstock zurückzugreifen.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: Stellt Friedrich Merz das Nebeneinander von GKV und PKV infrage?

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