3.3.2026 – Ein Versicherungsmakler kann hier gegenüber einem mit künstlicher Intelligenz (KI) vorgebildeten Kunden seine Fähigkeiten einsetzen. Doch bedarf dies guter Vorbereitung und bester Qualifikation. Zumal, wenn der Kunde dann das vom Makler Vorgebrachte wiederum einer Wertung durch seine KI unterzieht.
Dabei kann nämlich dann jedes Vertrauen verloren gehen, wenn der Makler anschließend seine eigenen Aussagen nochmals relativieren muss – vielleicht aber auch gar nichts mehr vom Kunden hört.
Versicherungsvertreter indes haben zum einen nur die Möglichkeit, die Vorteile ihrer eigenen Produkte hervorzuheben. Zum anderen war es dann immer schon problematisch, wenn der Kunde anschließend dies einem Vertreter eines anderen Versicherers vorlegte, der auf die Nachteile des ersten Angebots und die Vorteile seines Angebots abstellte.
Heute kann der Kunde noch viel einfacher eine KI einsetzen, um die Behauptungen des Vertreters zu überprüfen. Das sollte den Vertrieb deutlich erschweren.
Ob wirklich fast alle Vermittler in der Lage sind, sich dieser Entwicklung qualitativ anzupassen, könnte fraglich sein. Sollten zu viele ausscheiden oder aufgrund der Erschwernisse einen deutlich geringeren Vermittlungserfolg erzielen, könnten Versicherer dies immerhin mit dem vermehrten Einsatz von Vermittlung direkt durch KI auszugleichen versuchen.
Wer die Ergebnisse einer KI einer anderen zur ausdrücklichen Prüfung vorlegt, erhält nicht selten Antworten, die das erste Ergebnis in Frage stellen. Auch KI ist nicht zu trauen.
Peter Schramm
zum Artikel: „Veränderungsprozesse meistern: Wenn der Kunde der KI mehr vertraut als dem Vermittler”.




