9.7.2025 – Der pädagogische Effekt einer Frühstartrente ist vor allem, die Bevölkerung zu einer Rentnermentalität zu erziehen. Also es als selbstverständlich darzustellen, dass nach einer mit derzeit Alter 67 endenden Erwerbsphase ein Lebensabschnitt beginnt, wo man als Rentner seinen Lebensunterhalt bekommt.
So selbstverständlich, wie in „Logan´s Run” jedem Einwohner kurz nach der Geburt eine „Lebensuhr” in die Handfläche tätowiert wird und er nach 30 Jahren sich im „Karussel” einem „Erneuerungsritual” unterziehen muss, dem sich allenfalls einige Dissidenten durch Flucht entziehen wollen.
Ältere sind meist noch in der Lage, einer zumindest eingeschränkten oder teilweisen Erwerbstätigkeit in einem gegebenenfalls auch anderen als dem bisherigen Beruf nachzugehen. Nur wenn man es zeitlebens gelernt hat, dass man als mit dem Rentenbeginnalter ein Dasein als Rentner führt, als vom bisherigen getrennten Lebens„abschnitt” – zu dem mich zu meiner Verwunderung als „Dissident” kürzlich die Axa beglückwunscht und mir alles Gute gewünscht hat –, dann bekommt man eben eine „Rentnermentalität”.
Das müsste nicht sein. Bereits die Kinder sollten zu genau dem Gegenteil erzogen werden, so dass wir eine Bevölkerung der ganz selbstverständlich Erwerbstätigen und nicht der Rentner werden. Würde man sie dazu erziehen, wie man ohne Arbeit sich zulasten der Steuerzahler von Sozialleistungen lebt, wäre das Problem indes noch größer.
Peter Schramm
zum Artikel: „Axel Kleinlein empfiehlt Kopplung von Frühstart- und Riester-Rente”.




