1.10.2007 – Fachanwälten zu unterstellen, sie hätten keine Ahnung von Versicherungsbedingungen halte ich für „überlegenswert” und im übrigen auch in die falsche Richtung zielend.
Viel entscheidender ist doch, dass ein Anwalt (oder jede andere Person) mit gutem Bedingungswissen trotzdem kaum in der Lage sein wird, eine umfassende Beratung zu gewährleisten.
Die richtigen Bedingungen sind schließlich nur die Lösung eines Problems, das erst einmal erkannt und dem Kunden dann auch noch verständlich vermittelt sein will.
Den Kunden kennen, ihn richtig einzuschätzen, umfassende Risikoanalyse, Abwägung diverser Lebensszenarien, finanzmathematisches Wissen, Marktanalyse: das sind umfangreiche Leistungen, die im individuellen Beratungsprozess Zeit benötigen und die man übrigens nicht von Heute auf Morgen erlernt.
Wie ich den Kunden unterstütze, eine für ihn auch in 15 Jahren noch nachvollziehbare Entscheidung zu treffen, steht außerdem nicht im VVG.
Davon abgesehen: alles, was den Wert unserer Arbeit in den Augen der Kunden steigert, kann man nur begrüßen.
Michael E. Wild
zum Artikel: „Wie schön könnte das Vermittlerleben sein”.




