Berater können sich die Beratungsdienstleistung nicht mehr leisten

10.7.2015 – Die Niedrigzinsen werden seitens der EZB bewusst gesteuert, um den klammen Eurostaaten billige Staatskredite zu ermöglichen. Der Euro wird somit zulasten der Sparer und hier insbesondere der deutschen Sparer, welche europaweit als Sparweltmeister galten, am Leben gehalten. Wir bösen Vermittler haben mit unserer Gier nach Geschäft aber dafür gesorgt, dass parallel zum Wirtschaftswunder viele Deutsche eine Rentenversicherung abgeschlossen haben, welche heute für viele eine zum Teil mehr als erforderliche Zusatzrente darstellt.

Nun dreht sich das Blatt offensichtlich und die Bürger haben keine Lust mehr auf Sparen, weil es sich schlicht nicht mehr lohnt und auch die Börsen zum Spielball der Geldpolitik verkommen sind. Die Immobilien wurden im Zuge der hohen Nachfrage in den letzten Jahrzehnten zunehmend teurer, und wenn dann die Altersarmut so richtig greift, werden Vermieter sich die Frage stellen müssen, welcher Mieter noch die erforderlichen Mieten zur Tilgung der Kapitalanlage tragen kann.

Gleichzeitig wird mit dem LVRG die Provision gekürzt, so dass sich Berater die Wirtschaftlichkeit ihres Tuns mehr denn je überlegen müssen. Die Folge ist, dass weniger Berater sich eine Beratungsdienstleistung leisten können, dem zufolge weniger Menschen angesprochen werden und am Ende die Bürger weniger Altersversorgung ansparen. Somit wird die Altersarmut noch größer und es finden auch immer weniger Berater den Weg in die Beraterwelt. Ein paar werden größer und viele gehen baden.

Hans-Jürgen Kaschak

info@veka-online.de

zum Artikel: „Deutsche haben Angst vor der Altersvorsorge”.

Artikel-Werkzeuge für Sie
Diese Seite empfehlen
Schlagwörter zu diesem Artikel
Weitere Artikel der Ausgabe vom 10.7.2015
Weitere Leserbriefe