16.3.2026 – Die Zahl der Arbeitnehmer bei den Versicherungsunternehmen ist im vergangenen Jahr zum siebten Mal in Folge gestiegen – und zwar um 1,6 Prozent auf 215.600. Bei den Innendienstlern ging es zum siebten Mal in Folge aufwärts, bei den Außendienstlern immerhin zum zweiten Mal nach zuvor 14 Rückgängen. Die Zahl der Azubis nahm erst zum vierten Mal in den vergangenen 15 Jahren zu, wie aktuelle AGV-Zahlen zeigen.
Im vergangenen Jahr ist die Gesamtzahl der Mitarbeiter in den Versicherungsunternehmen nach der aktuellen Erhebung des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen in Deutschland e.V. (AGV) zum siebten Mal in Folge gestiegen.
Mit 215.600 wurden 3.400 Personen mehr gezählt als vor Jahresfrist (plus 1,6 Prozent). Damit fiel der Zuwachs nicht so stark aus wie im Jahr zuvor, als mit 2,6 Prozent die stärkste Steigerung seit drei Jahrzehnten zu beobachten war (VersicherungsJournal 20.3.2025). Zum Vergleich: Vor drei (16.3.2023) und vor sechs Jahren (10.3.2020) war die Mitarbeiterzahl „nur“ um jeweils 100 gestiegen.
Dennoch kräftiger Rückgang im Vergleich zum Jahr 2000
Zuvor hatte die Kurve eineinhalb Jahrzehnte fast kontinuierlich nach unten gezeigt. Zwischen 2003 und 2018 hatte die Branche nur einmal kein Personal abgebaut (25.3.2019).
Höher als 2024 lag die Zahl der Mitarbeiter zuletzt 2010. 2006 waren letztmals über 220.000 Arbeitnehmer in der Assekuranz beschäftigt, zwei Jahre davor letztmals über 240.000. Der Höchststand wurde mit 259.000 erreicht (1992, kurz nach der Wiedervereinigung). Seinerzeit war auch letztmals eine höhere Steigerungsrate erfasst worden.
Rückgang bei den Außendienstlern gestoppt
Ein Blick auf die Beschäftigtengruppen zeigt, anders als bis letztes Jahr, keine unterschiedlichen Entwicklungen. So stieg die Zahl der Außendienstleister nach zuvor 14 Rückgängen in Folge im vergangenen Jahr zum zweiten Mal wieder an.
Trotz des Zuwachses um ein Prozent bedeuten die 29.600 Arbeitnehmer im Außendienst den drittniedrigsten jemals gemessenen Wert. 2009 lag die Zahl mit 43.600 noch fast um die Hälfte höher.
Bei den Innendienstmitarbeitern zeigt die Kurve zum siebten Mal in Folge nach oben. Deren Zahl erhöhte sich um 1,6 Prozent beziehungsweise 2.800 Personen auf 174.300. Dies entspricht dem Höchstwert auf Sicht der letzten zwei Jahrzehnte.
Langfristig immer weniger Lehrlinge
Die Zahl der Auszubildenden in den Versicherungsunternehmen nahm 2025 zum dritten Mal in Folge zu. Das Plus betrug 300 Personen beziehungsweise 2,6 Prozent auf ein neues Zehnjahreshoch von 11.700 Azubis.
Der Höchststand in diesem Jahrtausend wurde 2002 mit über 16.000 Lehrlingen erreicht. Der Rückgang seitdem beläuft sich auf fast 30 Prozent. Die Ausbildungsquote für 2025 gibt der Verband mit unverändert 5,4 (2023: 5,1) Prozent an. Zum Vergleich: Zwischen 2010 und 2012 betrug die Quote noch jeweils rund sechs Prozent.
Die Zahl der in den Agenturen finanzierten Ausbildungsplätze erhöhte sich um 250 Stück beziehungsweise über ein Zehntel auf 2.680 Vollzeitplätze. Die Ausbildungsquote inklusive der Azubis in den Agenturen stieg nach den AGV-Angaben von 6,4 auf 6,6 Prozent.
Versicherungs-Azubis verdienen überdurchschnittlich gut
Angehende Kaufleute für Versicherungen und Finanzanlagen verdienen überdurchschnittlich gut. Dies zeigt die jüngste Auswertung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur Vergütung in rund 170 Ausbildungsberufen.
Demnach liegen die Assekuranz-Azubis über die gesamte Ausbildung hinweg mit einer durchschnittlichen Bruttovergütung von 1.404 Euro pro Monat etwa 200 Euro über dem Schnitt aller aufgeführten Ausbildungsberufe. Dies bedeutet bundesweit den zweiten Rang. Dabei landete die Assekuranz in den alten Bundesländern ebenfalls auf dem zweiten und in den neuen sogar auf dem Spitzenplatz (6.2.2026).







