21.12.2018 (€) – Vollzeitbeschäftigte in der Versicherungsbranche haben im dritten Quartal 2018 nach Destatis-Zahlen einen durchschnittlichen Monatsverdienst von brutto etwa 4.950 Euro (ohne Sonderzahlungen) bezogen. Damit haben sie in etwa ein Fünftel mehr verdient als die Gesamtwirtschaft (3.900 Euro). Im Vergleich mit ausgewählten anderen Branchen liegt der Verdienst der Versicherungs-Angestellten auf relativ hohem Niveau.
Im dritten Quartal 2018 hat ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im Schnitt einen Bruttomonatsverdienst von 3.899 Euro erzielt. Dies zeigen aktuell vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichte Zahlen zu den durchschnittlichen Arbeitnehmerverdiensten. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres gab es laut Destatis eine Steigerung um 3,2 Prozent.
| Quelle: Destatis |
| Bruttoverdienst: Unter Bruttoverdienst wird der regelmäßig gezahlte steuerpflichtige Arbeitslohn gemäß den Lohnsteuerrichtlinien verstanden. Nicht hierzu zählen sonstige Bezüge (= Sonderzahlungen), steuerfreie Zuschläge für Schicht-, Samstags-, Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit, Essenszuschüsse sowie steuerfreie Beiträge des Arbeitgebers für seine Arbeitnehmer im Rahmen der Entgeltumwandlung. Sonderzahlungen: Sonderzahlungen entsprechen laut Destatis den „sonstigen Bezügen“ gemäß den Lohnsteuerrichtlinien – also etwa unregelmäßige, nicht jeden Monat geleistete Zahlungen wie Urlaubs-, Weihnachtsgeld, Leistungsprämien, Abfindungen, Gewinnbeteiligungen und Prämien für Verbesserungsvorschläge et cetera. |
Für männliche Vollzeitbeschäftigte wird ein durchschnittlicher Verdienst von 4.092 Euro ausgewiesen (plus 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal). Für Frauen wird eine leicht überdurchschnittliche Zuwachsrate von 3,5 Prozent ausgewiesen – auf 3.454 Euro Bruttomonatsverdienst.
Inklusive Sonderzahlungen im Schnitt über 4.000 Euro
Inklusive Sonderzahlungen in Höhe von 168 Euro hat ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im dritten Quartal im Schnitt 4.067 Euro bekommen (plus 3,2 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode).
Bei den Männern fiel die Steigerungsrate mit 3,0 Prozent (auf 4.294 Euro) leicht unterdurchschnittlich aus. Leicht über dem Schnitt wuchs das Salär der Frauen (plus 3,5 Prozent auf 3.545 Euro. Die Sonderzahlungen fielen bei Letzteren mit durchschnittlich 90 Euro nicht einmal halb so hoch aus wie bei den Männern (202 Euro).
Versicherungswirtschaft hinter Bankenbranche
Vollzeitbeschäftigte im Wirtschaftszweig „Versicherungen“ haben im dritten Quartal 2018 mit im Schnitt 4.947 Euro (ohne Sonderzahlungen) über ein Fünftel mehr verdient als der Bundesschnitt.
Auch im Vergleich mit ausgewählten anderen Wirtschaftszweigen steht die Assekuranz vergleichsweise gut da. Im Dienstleistungsbereich insgesamt liegt der Durchschnittswert um rund 1.100 Euro niedriger, im Bereich Großhandel immerhin noch um etwa 900 Euro niedriger. Im Bereich Rechts- und Steuerberatung sowie Wirtschaftsprüfung wird im Monat im Schnitt circa 900 Euro weniger verdient.
In der Sozialversicherungs-Branche sind es fast 700 Euro weniger und im Bereich Werbung- und Marktforschung knapp 500 Euro weniger als in der privaten Versicherungswirtschaft. In den Wirtschaftszweigen Energieversorgung sowie Information und Kommunikation liegt der durchschnittliche Verdienst nur um knapp 40 Euro pro Monat niedriger.
Bankmitarbeiter verdienten zwischen Juli und September im Schnitt fast 300 Euro mehr als Versicherungs-Mitarbeiter. Der Wirtschaftszweig „Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben; Unternehmensberatung“ lag sogar fast 450 Euro pro Monat vor der Assekuranz.
Assekuranz-Mitarbeiterinnen vor Bankerinnen
Wie in der Gesamtwirtschaft, liegt auch bei den Versicherungs-Angestellten der Monatsverdienst bei den Männern mit 5.368 Euro deutlich über demjenigen der Frauen. Für Letztere wird in der Statistik ein Wert von 4.402 Euro ausgewiesen.
Bei den Männern hatten 2016 die Versicherungs-Mitarbeiter wie in der geschlechter-übergreifenden Betrachtung einen Verdienstrückstand zu den Bankern. Dieser fiel mit rund 450 Euro allerdings deutlich größer aus. Andersherum liegen Bankerinnen allerdings etwa 100 Euro hinter den weiblichen Assekuranz-Beschäftigten.
Der Abstand bei den Männern zwischen Versicherungs-Angestellten und dem Bereich Sozialversicherung ist mit circa 700 Euro deutlich kleiner als insgesamt. Bei den Frauen liegen Beschäftigte in der Sozialversicherung nur rund 450 Euro hinter der privaten Assekuranz zurück.
Andererseits ist der Abstand bei den weiblichen Vollzeitbeschäftigten in der Informations- und Kommunikationsbranche mit 400 Euro etwa zweieinhalb Mal so groß wie bei den männlichen Pendants.






