29.9.2004 (€) – Ein von der europäischen Union geförderter Wettbewerb unter 40 Unternehmen will dazu anregen, die Energiekosten in Bürogebäuden zu senken. Denn schon durch einfache Maßnahmen können der Strom- und Heizkostenverbrauch um bis zu 15 Prozent gesenkt werden.
Neue Preisrunden der Energieversorger machen derzeit Firmen und Privatleuten das Leben schwer. Dabei bedarf es oft nur weniger Schritte, die Betriebskosten spürbar zu reduzieren.
Steigerung der Mitarbeitermotivation
Unter dem Namen „Energy Trophy“ wollen ab 1. Oktober diesen Jahres 40 europäische Unternehmen in einem einjährigen Wettbewerb den Beweis dafür antreten, dass eine deutliche Einsparung von Energie auch in Bürobetrieben möglich ist. Zu den Teilnehmern gehören unter anderem die Deutsche Bank sowie die Deutsche Telekom AG. Schirmherr ist das Umweltbundesamtes (UBA).
Nach den Worten von Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, hilft die Energy Trophy den Unternehmen und Verwaltungen beim Energiesparen. „Sie werden merken, wie einfach es ist, aktiven Klimaschutz zu betreiben. Zudem sinken die Betriebskosten und die Mitarbeitermotivation steigt“, so Troge zum Beginn des Wettbewerbs.
Das VersicherungsJournals fragte nach, warum denn kein Versicherer an dem Wettbewerb teilnehme. Dazu äußerte Projektleiterin Theresa Glasmacher, dass man mit einigen der großen Versicherer zwar in Kontakt gestanden hätte, die Unternehmen sich aber letztlich gegen eine Teilnahme entschieden hätten.
Zahlreiche Energiespartipps
Gleichzeitig betonte die Projektleiterin, dass man den Teilnehmerkreis in der ersten Runde bewusst klein gehalten hätte. Der Wettbewerb solle aber zu einer ständigen Einrichtung werden. Bereits für das nächste Jahr denke man über mehrere hundert teilnehmende Unternehmen nach.
Auch Firmen, die in der ersten Runde leer ausgegangen sind, können von der Wettbewerbsidee profitieren und Budget und Umwelt schonen. Denn auf speziell eingerichteten Internetseiten der Initiative sind zahlreiche Energiespartipps zu finden.
Unter ihnen befinden sich auch diverse kostenlose PDF-Dateien mit Vorlagen für Plakate, Aushänge und Merkzettel zum energiesparenden Umgang mit Bürogeräten.
Auf der Suche nach Energiefressern
Sehr hilfreich ist auch eine Sammlung von Checklisten und Erfassungsbögen, mit deren Hilfe Energiefressern auf die Spur gekommen und das Nutzerverhalten verbessert werden kann. Zu ihnen gehören auch mehrere Excel-Dateien, mit deren Hilfe notwendige Berechnungen automatisch durchgeführt werden können.
Mit Hilfe der Werkzeuge erfährt man zum Beispiel auch, ob man relativ wenig oder viel Energie verbraucht, worauf der Verbrauch zurückzuführen ist und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um mit möglichst geringem Aufwand viel Energie zu sparen.
Ein Newsletter, der bei unserem Test allerdings noch nicht funktionierte, verspricht den Abonnenten regelmäßige Informationen zum Energiesparen im Büro.
oeco capital fördert Ökologieforum
Informationen rund um das Thema Umweltschutz sind übrigens auch im Forum Versicherung und Ökologie der Deutschen-Versicherungsboerse.de abrufbar. Das von der oeco capital Lebensversicherung geförderte Projekt informiert in monatlichem Wechsel über interessante ökologische Themen.
Eine Sammlung mit Umwelttipps regt zu ökologischem Handeln an und ein Terminticker informiert über regionale und überregionale Veranstaltungen zum Thema ethische ökologische Geldanlagen und Umwelt.




