28.5.2002 (€) – Wenn sich ein neues System der Deutschen Post durchsetzt, werden Briefmarken und Frankiermaschine zumindest im gewerblichen Bereich demnächst der Vergangenheit angehören.
Mit Stampit versprechen die Freunde des Posthorns schnelles und unkompliziertes frankieren von Briefsendungen, Postkarten, Etiketten und Päckchen.
Selbst in größeren Betrieben kommt es gelegentlich vor, dass kein passendes Porto zur Hand ist. Dank Stampit ist das auch nach Dienstschluss der Postämter kein Problem.
Spezielle Zugangssoftware
Benötigt werden lediglich ein handelsüblicher PC mit einem Microsoft Betriebssystem ab Windows 95, ein Drucker sowie ein Internet-Anschluss.
Mittels einer speziellen Zugangssoftware, die als Download oder CD-ROM zur Verfügung gestellt wird, können Briefsendungen etc. unmittelbar aus Anwendungen wie zum Beispiel Microsoft Word frankiert werden.
Portovermerk wird aufgedruckt
Dazu schreibt der Anwender wie gewohnt in Microsoft Word einen Brief. Anschließend markiert er die Adresse des Empfängers und ruft Stampit über ein Menü in Word auf.
Danach muss nur noch der gewünschte Brieftyp (zum Beispiel Standard) angegeben und eine Internetverbindung hergestellt werden. Das System bucht daraufhin den Portobetrag aus einer bei Anmeldung zu Stampit eingerichteten Portokasse des Anwender ab und versieht das Adressfeld des Briefes mit einem so genannten Barcode.
Abschließend muss der Brief in einen Fensterumschlag gesteckt und ganz normal abgeschickt werden.
Ab Microsoft Word 97 ist auch die Frankierung von Serienbriefen möglich.
Das System ist ferner in der Lage, Briefumschläge, Postkarten und (Adress)-Etiketten zu frankieren.
Portokasse wird via Internet aufgefüllt
Weist das Portokonto des Anwenders keine Deckung mehr auf, kann es via Internet mit einem Betrag zwischen 30 und 200 Euro pro Ladevorgang aufgefüllt werden. Diesen Ladevorgang kann man beliebig oft wiederholen.
Aus Sicherheitsgründen dürfen sich in der „Portokasse“ jedoch niemals mehr als 400 Euro befinden.
Leider hat Stampit auch Macken. So werden Sendungen, bei denen zwischen Frankier- und Einlieferungsdatum mehr als ein Tag liegt, nicht befördert. Aus diesem Grund ist es auch nicht möglich, vorfrankierte Antwortsendungen zu verschicken.
Happiger Einstandspreis
Zusätzlich zu den üblichen Portokosten sind bei der Anmeldung einmalig 83,50 Euro zu bezahlen. Mit Beginn des siebten Vertragsmonats werden außerdem 2,30 Euro monatlich fällig. Dieser Betrag ist vierteljährlich im Voraus zu entrichten.
Nach eigener Aussage würde die Deutsche Post den Service gerne kostenlos anbieten. Sie sei aus wettbewerbsrechtlichen Gründen aber verpflichtet, einen marktüblichen Preis zu verlagen.




