14.4.2014 (€) – Im vierten Quartal ist der Bestand an Riester-Verträgen nach jetzt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlichten Zahlen netto um 99.000 auf 15,89 Millionen Policen angestiegen. Alle Varianten entwickelten sich positiv, insbesondere der Wohn-Riester. Auf Jahressicht gesehen war bei den Versicherungsverträgen jedoch ein Minus zu verzeichnen. Der gesamte Nettoneuzugang zwischen Januar und Dezember 2013 betrug gut 200.000 Policen.
Die Versicherer haben die Trendumkehr geschafft und nach zuletzt drei Quartalsrückgängen (VersicherungsJournal 8.7.2013, 2.10.2013, 6.12.2013) im Schlussquartal netto – also unter Einberechnung der Kündigungen und Vertragsabgänge – ein leichtes Plus von 16.000 Riester-Rentenversicherungs-Verträgen erzielt.
Auch bei den Bank- und Fondssparplänen sowie beim Wohn-Riester gab es eine positive Entwicklung, wie die am Freitag vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlichten Jahreszahlen zeigen.
Versicherungswirtschaft im Minus
Dies reichte für die Versicherer allerdings nicht aus, um im Gesamtjahr auf einen positiven Nettoneuzugang zu kommen. Im Saldo gab es einen Bestandsrückgang um fast 60.000 Policen. Dies steht in krasser Diskrepanz zum kürzlich vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. veröffentlichten Bruttoneuzugang von rund 450.000 Neuverträgen (VersicherungsJournal 14.3.2014).
Ob diese riesige Differenz auf Umdeckungen, Vertragsabgänge oder andere denkbare Ursachen zurückgeht, darüber lassen sich aus dem vorliegenden Zahlenmaterial keine belastbaren Aussagen treffen.
Leichte Zuwächse gab es hingegen bei den Riester-Banksparplänen und den Riester-Investmentfonds-Sparplänen. Der Löwenanteil des Gesamtzuwachses entfiel ein weiteres Mal auf die Wohn-Riester-Variante.
Bank- und Fondssparpläne sowie Wohn-Riester mit Zuwächsen
Durch diese Entwicklung haben sich auch die Anteile der einzelnen Riester-Varianten im Gesamtbestand verändert. Während die Versicherer auf Jahressicht weitere Marktanteile einbüßten, gab es bei den Banken und den Fondsanbietern eine minimale Aufwärtsbewegung.
Die Wohn-Riester-Anbieter konnten ihren Marktanteil hingegen um über einen Prozentpunkt ausbauen. Mittlerweile ist rund jeder 14. Vertrag im Gesamtbestand eine Eigenheimrente. Seit 2010 hat sich der Anteil mehr als verdoppelt.
Den Anteil der ruhend gestellten Riester-Verträge, bei denen also aktuell keine Beitragszahlungen in der Ansparphase mehr geleistet werden, schätzt das Ministerium unverändert auf knapp ein Fünftel.






