26.6.2013 (€) – Die Abgabe des Industriegeschäfts führte bei der Hamburger Feuerkasse 2012 zu sinkenden Bruttobeiträgen und einer geringeren Zahl von Versicherungsverträgen. Immerhin ging auch die Schadenquote zurück, so dass sich das versicherungstechnische Bruttoergebnis deutlich verbesserte. Das nicht-versicherungstechnische Ergebnis verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr.
Im Gespräch mit dem VersicherungsJournal zeigte sich Stephan Lintzen, Vorstandsmitglied der Hamburger Feuerkasse ganz optimistisch über die Zukunftsaussichten seines Unternehmens, das in Zukunft als der regionale Kompositversicherer des Provinzial NordWest-Konzerns fungieren wird (VersicherungsJournal 19.4.2013).
Deutliche Verluste
Kurzfristig bedeutet dies aber, dass das Unternehmen durch die Aufgabe des Industriegeschäfts, bei dem jetzt die Westfälische Provinzial Versicherung AG als Risikoträger fungiert, deutliche Verluste hinnehmen muss.
So gingen im Geschäftsjahr 2012 die gebuchten Bruttobeiträge um 1,1 Prozent auf 105,4 Millionen Euro zurück, die Zahl der Versicherungsverträge sank um drei Prozent auf 250.300 Stück.
Dies betraf insbesondere die Feuerversicherung, bei der sich durch die Abgabe des Industriegeschäfts die Verträge um knapp 2.000 auf 13.113 Stück verringerten und die gebuchten Bruttobeiträge um 3,5 Millionen Euro auf 15,7 Millionen Euro sanken.
Positive Entwicklung
Dem standen aber in anderen Sparten positive Entwicklungen gegenüber. So erhöhte sich der Bestand in der Haftpflichtversicherung um 538 auf 24.081 Verträge, die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um 0,2 Millionen Euro auf 2,6 Millionen Euro.
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In der verbundenen Wohngebäudeversicherung wuchsen der Bestand um 611 auf 159.855 Verträge und die Bruttobeitragseinnahmen um 9,7 Prozent auf 64,6 Millionen Euro.
Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen besseren Schadenverlauf, der nicht durch Elementar- und Feuer-Großschäden belastet war. Allerdings führten lange Frostperioden zu einem Anstieg der Leitungswasserschäden.
Weniger Schäden
Insgesamt sanken die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle von 77,2 auf 68,5 Millionen Euro, die Combined Ratio verringerte sich von 103,6 auf 95,7 Prozent.
Dank einer Erholung auf den Finanzmärkten und höheren Zuschreibungen im Fondsvermögen verdoppelte sich das nicht-versicherungstechnische Ergebnis von 4,9 auf 7,5 Millionen Euro. Der Bestand an Kapitalanlagen ging allerdings um 3,4 Prozent auf 200,3 Millionen Euro zurück.
Das Jahresergebnis nach Steuern lag mit 3,0 Millionen Euro um 135,5 Prozent über dem Verlust von 8,5 Millionen Euro im Vorjahr.
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung können im Geschäftsbericht 2012 nachgelesen werden, der über diesen Link als PDF-Datei heruntergeladen werden




