30.6.2014 (€) – Die Axa Versicherung AG hat im Geschäftsjahr 2013 mit Blick auf die angestrebte Profitabilitäts-Steigerung insbesondere in der Kfz-Versicherung eine spürbare Reduzierung ihres Vertragsbestandes hingenommen. Die Beitragseinnahmen sanken trotz der durchgesetzten Preiserhöhungen daher ebenfalls. Der Gewinn legte deutlich zu.
Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Schaden- und Unfallversicherer des deutschen Axa-Konzerns, die Axa Versicherung AG, ihren an die Mutter abzuführenden Gewinn 2013 um 82 Millionen auf 273,4 Millionen Euro steigern. Dieser Anstieg „resultiert im Wesentlichen aus einer Verbesserung des versicherungs-technischen Ergebnisses für eigene Rechnung“, heißt es dazu im Geschäftsbericht.
Aufgrund eines neu abgeschlossenen Quoten-Rückversicherungs-Vertrages mit der Axa Global P&C konnten die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen um 69,4 Millionen Euro reduziert werden, wird weiter erläutert. Außerdem wurde auf dem „Weg, effizienter und profitabler zu werden“, wie in einer Pressemitteilung formuliert wird, offensichtlich kräftig saniert.
Beitragsrückgänge vor allem in der Kfz-Versicherung
Bei den gebuchten Beitragseinnahmen im direkten inländischen Privat- und Gewerbekundengeschäft schlug sich das in einem Rückgang um 1,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro nieder. Einschließlich des Industrie- und Firmenkundengeschäfts in Höhe von 1,1 Milliarden Euro sowie des um 4,7 Prozent auf 563 Millionen Euro gestiegenen indirekten Geschäfts fiel das Beitrags-Minus mit 0,3 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro jedoch niedriger aus.
Für die rückläufigen Beitragseinnahmen war insbesondere die Kfz-Versicherung verantwortlich. Sie ist mit einem Anteil von gut einem Drittel volumenmäßig der wichtigste Zweig der Axa.
Vertragsverluste im Bestand gab es aufgrund des geringeren, aus einer „nicht wettbewerbsfähigen Preispositionierung“ resultierenden Jahreswechselgeschäftes und des rückläufigen Neugeschäfts auch. Die Beiträge sanken trotz der durchgesetzten höheren Preise im Neu- wie im Ersatzgeschäft in der Kfz-Haftpflichtversicherung um vier Prozent auf 739 Millionen Euro und in den sonstigen Kfz-Versicherungen um 3,1 Prozent auf 417 Millionen Euro.
Verluste beim Vertragsbestand gab es laut Geschäftsbericht jedoch ebenso in allen anderen Sach- und Haftpflicht-Versicherungen, weshalb die Beitragseinnahmen auch dort trotz Preisanhebungen meist rückläufig waren. Zugelegt haben sie dagegen um 3,7 Prozent auf 169 Millionen Euro bei den sonstigen Versicherungen sowie um 3,6 Prozent auf 239 Millionen Euro in der Unfallversicherung.
Schadenquoten verbessern sich deutlich
Letztere machte zudem durch eine um 7,3 Prozentpunkte auf 62,3 Prozent verbesserte Brutto-Schadenquote Freude, was den Nettogewinn dort deutlich um 13,7 Millionen auf 36,3 Millionen Euro anwachsen ließ. Noch weitaus deutlicher fiel die Verbesserung der Bruttoschadenquote mit einem Rückgang um 11,2 Prozentpunkte auf 66,5 Prozent in der Kfz-Haftpflichtversicherung aus.
Das versicherungstechnische Bruttoergebnis verbesserte sich hier trotz des Beitragsrückgangs daher um knapp 91 Millionen auf 96,6 Millionen Euro. Unter dem Strich verwandelte sich der Verlust in Höhe von 9,6 Millionen Euro 2012 im Berichtsjahr in einen Nettogewinn von 24,9 Millionen Euro.
Elementarschäden verhindern günstigere Entwicklung
In vielen anderen Zweigen war die Schadenentwicklung allerdings weniger günstig, weil auch die Axa von den im Berichtsjahr heftigen Elementarereignissen sowie von mehr Großschäden betroffen war. Dank des Rückversicherungs-Schutzes stieg die Nettoschadenquote trotzdem nur um 2,5 Prozentpunkte auf 68,9 Prozent.
-

- Zum Vergrößern Bild klicken (Bild: Axa)
Gleichzeitig sank die Bruttokostenquote um 0,8 Prozentpunkte auf 27,8 Prozent. Das wird im Geschäftsberichte nicht zuletzt auf die Fortschritte bei der Umsetzung des Effizienzsteigerungs-Programmes „Focus to Perform“ (VersicherungsJournal 19.3.2012) zurückgeführt.
Bewertungsreserven und Eigenkapital niedriger
Das Kapitalanlageergebnis hielt sich mit 385,7 Millionen Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau von 389,5 Millionen Euro, obwohl die laufenden Erträge im Vorjahresvergleich um 0,5 Prozent auf 385,9 Millionen Euro sanken und sich die Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen mit 7,2 Millionen Euro mehr als halbierten.
Viel Geld spülten hier laut Geschäftsbericht dagegen der Verkauf eines forderungsbesicherten Wertpapieres sowie Anteilsschein-Rückgaben von Rentenfonds ein.
Die Bewertungsreserven gingen von 763 Millionen auf 598,5 Millionen Euro zurück, wird weiter mitgeteilt. Zur Erläuterung des Rückgangs des Eigenkapitals von 669,8 Millionen auf 609,8 Millionen Euro wird auf die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln mit anschließender Kapitalherabsetzung verwiesen.
Weitere Details zur Geschäftsentwicklung 2013 können im Geschäftsbericht der Axa Leben nachgelesen werden, der über diesen Link als PDF-Dokument zum kostenfreien Download bereit steht.




