15.4.2013 – Es ist schon interessant, wie die Politik versucht, die Provisionsmodelle zu steuern. Warum eigentlich? Das ist Vertragssache zwischen den Gesellschaften und den Vermittlern. Und dass den Kunden das zu interessieren hat, ist doch Quatsch.
Es ist, als wenn ich eine Hose kaufe, ein Auto, ein Brötchen oder was auch immer. Ich weiß, was ich bezahle und ich weiß, was ich bekomme. Beides kann ich am Markt vergleichen. Was mir gefällt, kann ich kaufen. Der Gewinn des Verkäufers spielt doch dabei keine Rolle. Ich verzichte doch nicht auf mein Traumauto, weil der Verkäufer daran zum Beispiel 5.000 Euro verdient.
Warum sollte das zum Beispiel bei Versicherungen anders sein? Ganz einfach – die Politik will das so und versucht über diese Schiene Stimmen zu sammeln. Den bösen Banken und Versicherungen will man auf die Finger klopfen. Das hat immer schon Eindruck gemacht.
Wenn man nun noch den Maklern die Existenz entzieht, indem man die Annahme von Provisionen verbietet, sind alle Kunden verbraucherfreundlich bei der Ausschließlichkeit oder dem Bankenvertrieb versichert. Vermutlich ist genau das gewollt.
Wer wohl als Erster den Vorschlag macht, ein Diätenannahmeverbot vorzuschlagen und Politiker nach Erfolg auf Honorarbasis zu entlohnen? Ich bin gespannt.
Michael Rösner
zum Artikel: „Jeder zweite Vermittler wird vom Markt verschwinden?”.




