18.1.2014 – Bereits im Jahr 2008 sorgte ein Beitrag des ARD-Magazins „Monitor“ für große Aufregung. Der Beitrag zeigte auf, wie bei Kleinstrentnern die Erträge einer Riester-Rente im Alter auf die Grundsicherung angerechnet werden und demzufolge die Betroffenen mit Leistungskürzungen rechnen müssen. Viele Betroffene hätten somit das Geld statt in Riester-Rente anzulegen auch gleich aus dem Fenster werfen können.
Nein, die Lösung für die demografische Entwicklung lautet nicht in erster Linie „private Vorsorge“, von der hauptsächlich Banken und Versicherungen profitieren, sondern Beendigung der Umverteilung von unten nach oben. Man denke an die gemeinsamen Auftritte des Bundesministers a.D. Walter Riester mit dem AWD-Gründer Carsten Maschmeyer, um in Vortrags- und Werbeveranstaltungen die Philosophie der privaten Altersvorsorge zu verbreiten.
Nachdem die Riester-Rente beschlossene Sache war, gingen die Parteispenden der Versicherungen wieder zurück. Das Konfliktpotential ergibt sich nicht aus der Gegenüberstellung von jung und alt sondern von arm und reich. Wie sollen Menschen, die im stetig wachsenden Niedriglohnsektor arbeiten eine private Altersvorsorge aufbauen?
Rüdiger Beck
zum Artikel: „„Wer nicht privat vorsorgt, wird der Verlierer sein“”.




