Nicht im Interesse des Kunden

15.3.2013 – Dass die Riester-Rente der größte Betrug der Finanzgeschichte ist, ist nichts Neues. Das einzige was hierbei garantiert ist, ist die nachgelagerte Besteuerung, und wer ein System, welches mithilfe neuer Staatsschulden Unterstützung beim Kapitalaufbau ermöglicht, lobt, verkennt wahrlich die dahinterliegende Problematik.

Interessant ist aber durchaus, dass ein staatlich unterstütztes Haus wie die Verbraucherzentrale eine selbst titulierte Honorarberatung anbietet und im gleichen Atemzug diese Beratungsform als optimal für Riester prädestiniert. Die Qualität der dort erhaltenen Honorarberatung mag ich sehr bezweifeln und frage auch nach der fachlichen Qualifikation der dortigen Berater.

Zudem werden Banksparpläne gelobt, bei welchen die langfristigen Inflationsraten die aktuellen Zinsen eliminieren und wo Ertrag, wenn überhaupt, nur aus den Zulagen erfolgt. Gleichwohl muss man beim Bankberater durchaus nachhaltig nach diesem Produkt nachfragen, weil hier natürlich auch lieber die Versicherungslösung oder, derzeit auch ganz beliebt bei Banken, der Wohn-Riester angedreht wird.

Wer allerdings kräftig bei Riester verdient, ist der Namensgeber selbst, welcher sich gegen teures Honorar auf unterschiedliche Veranstaltungen einladen lässt, um das von ihm eingeführte System nach wie vor zu loben. Wie schön war doch die Zeit vor 2004, wo sich der Staat noch nicht in die Belange der Altersversorgung eingemischt hat. Die Verbraucherzentrale vertritt die Interessen des Staates und nicht die der Verbraucher.

Hans-Jürgen Kaschak

info@veka-online.de

zum Artikel: „Riester-Rente erneut im Kreuzfeuer der Verbraucherschützer”.

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