15.3.2013 – Es gibt gute und weniger gute Riester-Verträge mit verschiedenen „Motoren“ unter der Haube – vom Banksparplan über klassische und fondsgestützte Versicherung mit und ohne Wertsicherungskonzept bis hin zu Wohn-Riester-Verträgen. Es ist nach wie vor eine Rechenaufgabe.
Ich habe eine Kundin, die im Niedriglohnbereich arbeitet – alleinstehend mit drei Kindern. Sie spart 60 Euro pro Jahr aus eigener Tasche an und erhält für sich 154 pro anno plus dreimal 185 Euro. So als Laie würde ich das als ein gutes Geschäft betrachten: spare 60 – schreibe 769. Wo ist da das Problem?
Entscheidend ist die Rendite auf die eingezahlten eigenen Beiträge. Wenn man dann noch weiß, dass Riester für sogenannte „Aufstocker“ (ein blöder Name) sogar zu mehr Bargeld in der Tasche führt... Das klingt auf alle Fälle besser als „Agenda 2010“ oder „Hartz IV“.
Die ganze Rentengeschichte ist ein einziges Unwetter und Riester ist einer von verschiedenen möglichen Schirmen – man muss ihn nur richtig auswählen, sauber öffnen und in die richtige Richtung halten.
Verbraucherschützer, die im Bereich 34c oder 34f Ratschläge abgeben, sollten auch eine entsprechende Qualifikation nachweisen können – IHK-Registrierung inklusive Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, aus der eigenen Tasche bezahlt.
Thomas Koppisch
zum Artikel: „Riester-Rente erneut im Kreuzfeuer der Verbraucherschützer”.




