14.1.2014 – Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie wenig Bereitschaft besteht, Verantwortung zu übernehmen für sein Leben und natürlich für die Absicherung der Existenz. Zu einem verantwortungsvollen Handeln zählt es doch wohl, die Gemeinschaft zu entlasten und nicht zu belasten.
Die Anrechnung auf die Grundsicherung einer privaten Rente geschieht doch nur, wenn ich es nicht geschafft habe, selbst für mich zu sorgen. Wem will ich denn sagen, dass er mit 25 oder 30 Jahren später einmal die Grundsicherung erhält? Soll dies das Lebensmotto eines jungen Menschen werden? Mit solchen Aussagen nehme ich jedem die Chance rechtzeitig die Weichen dafür zu stellen, damit dieses Szenario nicht eintritt.
Ob nun die private Rentenversicherung das richtige Produkt ist, wage ich auch zu bezweifeln. Ein Fondssparplan ist hier sicherlich die bessere Alternative, da es die Chance erhöht, mit weniger Beitrag auch das Ziel zu erreichen. Wer den Versicherungsweg wählt, sollte dies auch bewusst tun, um sein Langlebigkeitsrisiko abzusichern. Eine Versicherung ist nun mal kein Anlage- oder Sparprodukt. Die Werbung zielt aber immer noch darauf ab.
Heute ist viel mehr Flexibilität gefragt und keine falsch verstandene Sicherheit. Bei den langen Laufzeiten für den Sparvorgang spielen Schwankungen weniger eine Rolle, eher eine ausgewogene Streuung im Depot. Diese Sicherheit gibt es umsonst.
Andreas Vaak
zum Leserbrief: „Staatliche Sicherung wird entlastet”.




