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Wo die meisten Finanzanlagenvermittler registriert sind

11.7.2018 – Zum Stichtag 1. Juli 2018 waren nach jüngst vom DIHK veröffentlichten Zahlen bundesweit rund 37.600 Finanzanlagenvermittler im Vermittlerregister aufgeführt, nicht ganz ein halbes Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Die größte Vermittlerdichte gibt es in Sachsen und Thüringen (ein 34f-Vermittler auf jeweils rund 1.650 Einwohner), die geringste Dichte in Bremen (ein Vermittler auf über 3.300 Einwohner). Weiterhin kaum Nachfrage gibt es nach dem Honorar-Finanzanlagenvermittler-Status (§ 34h GewO).

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Gewerbsmäßige Vermittler von Finanzanlagen benötigen seit dem 1. Januar 2013 eine Erlaubnis nach § 34f GewO. Voraussetzungen für die Erlaubniserteilung sind neben der erforderlichen Zuverlässigkeit und geordneten Vermögensverhältnissen auch der Nachweis einer Berufshaftpflicht-Versicherung sowie der Sachkunde und schließlich der Eintrag ins Vermittlerregister.

Zum 1. Juli 2018 betrug die Zahl der registrierten Finanzanlagenvermittler 37.593, wie jüngst vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) veröffentlichte Zahlen zeigen. Das sind 0,3 Prozent beziehungsweise nach absoluten Zahlen 112 mehr als zum Stichtag 1. April (VersicherungsJournal 9.4.2018). Seit Jahresbeginn (VersicherungsJournal 8.1.2018) gab es ein Plus von 161 Registrierungen (plus rund 0,4 Prozent).

Einen signifikanten Rückgang gab es zuletzt zwischen Anfang Januar und Anfang April vor drei Jahren. Das Minus um über ein Neuntel hatte der DIHK darauf zurückgeführt, dass vielfach der nach Ablauf von Übergangsregelungen erforderliche Sachkundenachweis nicht erbracht werden konnte (VersicherungsJournal 7.4.2015).

Finanzanlagenvermittler-Entwicklung (Bild: Wichert)

Fast alle mit Erlaubnis zur Investmentfonds-Vermittlung

Nach den aktuellen DIHK-Daten besitzen nahezu alle – nämlich 37.088 (unverändert knapp 99 Prozent) – Finanzanlagenvermittler die Erlaubnis zur Vermittlung von Investmentfonds nach § 34f (1) Nummer 1 GewO.

Die Vermittlung von geschlossenen Fonds (§ 34f (1) Nummer 2 GewO) ist knapp jedem vierten Vermittler genehmigt worden. Die Erlaubnis zur Vermittlung von Vermögensanlagen (§ 34f (1) Nummer 3 GewO) besitzt in etwa jeder sechste Registrierte.

Größte Vermittlerdichte in Sachsen

Die Auswertung der DIHK Service GmbH schlüsselt die Zahl der Finanzanlagenvermittler auch nach Bundesländern auf. Demnach gibt es Stand 1. Juli 2018 in Bayern mit über 7.300 sowie in Nordrhein-Westfalen mit fast 6.350 die meisten Registrierungen, in Bremen mit etwa 200 sowie im Saarland mit gut 400 die wenigsten.

In Relation zu den Einwohnern zeigt sich eine andere Reihenfolge. Hier gibt mit Sachsen und Thüringen in zwei der neuen Bundesländer die größte Vermittlerdichte (jeweils ein Vermittler pro rund 1.650 Einwohner).

Hamburg liegt knapp unter dem Bundesschnitt von 2.195 Einwohnern pro Vermittler, Rheinland-Pfalz knapp darüber. In Bremen kommen auf jeden Finanzanlagenvermittler über 3.300 Einwohner. Dahinter folgen Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen mit Werten zwischen etwa 2.950 und gut 2.800.

Finanzanlagenvermittler-Dichte (Bild: Wichert)

Sechs neue Honorar-Finanzanlagenberater

Die Zahl der Honorar-Finanzanlagenberater (§ 34h GewO) ist nach den aktuellen DIHK-Daten auch im zweiten Quartal angestiegen, bleibt aber mit plus sechs auf 185 auf einem sehr überschaubaren Niveau.

Analog zu den 34f-Vermittlern besitzt der Großteil der Honorar-Finanzanlagenberater die Erlaubnis zur Beratung von offenen Investmentvermögen, während nach geschlossenen Fonds eine geringere und nach Vermögensanlagen eine deutlich geringere Nachfrage besteht.

Der Anteil von immerhin rund 0,5 Prozent ist nicht einmal halb so groß wie bei den Honorar-Immobiliendarlehens-Vermittlern nach § 34i GewO (VersicherungsJournal 11.7.2018)

Schlagwörter zu diesem Artikel
Finanzanlagenvermittler · Gewerbeordnung · Immobilie · Investmentfonds · Vermittlerregister
 
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