WERBUNG

Versicherer setzen verstärkt auf Apps

4.10.2018 – Die Digitalagentur Neofonie analysierte das App-Angebot von 217 Versicherern und verglich dabei die Entwicklung von 2014 bis heute. Digitale Vorreiter, die gleich mehrere Tools offerieren, sind ADAC, AOK, Generali und Allianz. Über 90 Prozent der Krankenversicherer setzen mittlerweile Gesundheits-Apps mit konkretem Nutzwert ein.

WERBUNG

Die Berliner Agentur Neofonie Mobile GmbH nahm die digitalen Angebote für mobile Endgeräte von 217 deutschen Versicherern unter die Lupe. Darüber hinaus verglichen die Berater nach eigenen Angaben die „jeweils 20 umsatzstärksten Versicherungen und Krankenversicherer auf Basis der Ergebnisse aus den Jahren 2014 und 2018“.

Nach den Auswertungen der App-Berater bieten die 217 untersuchten Versicherer und Krankenversicherer ihren Kunden und Mitgliedern insgesamt 320 Apps an. Die Studie „Das mobile Angebot des Versicherungsmarktes“ kann hier angefordert werden (PDF, 5,3 MB).

Im Jahr 2014 zum Zeitpunkt der ersten Studie wählte Neofonie nach eigenen Angaben die Top-20 Krankenversicherer jeweils privat und gesetzlich, gemessen an den Versichertenzahlen, aus. Die Gesamt-Auswahl 2018 (über 200) trafen die Berater anhand des höchsten Umsatzes und folglich auch höchsten Versichertenzahlen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, erklärte die Agentur auf Nachfrage.

Mehrheit der Versicherer setzt auf Apps

Große Versicherer wie die ADAC-Gruppe, die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK), die Generali Versicherungen oder der Allianz-Konzern offerieren ihren Kunden gleich mehrere Apps, teilweise sogar mehr als zehn. Knapp ein Drittel aller Versicherer (84) stellen allerdings keine Apps zur Verfügung, ergaben die Auswertungen der Berliner Agentur.

Außerdem untersuchte das Unternehmen die mobilen Services von 20 Top-Krankenversicherern. Dazu zählen die Berater folgende Gesellschaften:

Während 2014 gerade einmal 60 Prozent der Unternehmen über eine App als Service für die Kunden verfügten, stieg der Anteil um über 50 Prozent, schreibt Neofonie in den Studienunterlagen. Daraus leiten die Berater ab, dass 95 Prozent aller Krankenversicherer heutzutage eine App anbieten. Auffallend sei, dass mehr Anwendungen für das Betriebssysteme iOS als für Android angeboten würden.

Aber auch die Zahl mobiler Webseiten sei angestiegen, wenn auch nur minimal von 65 auf 70 Prozent. Folglich gibt es nur wenige Versicherer, die weder eine mobile Webseite noch eine native App anbieten, fassen die Autoren in ihrer Auswertung zusammen.

Krankenkassen sind digitale Vorreiter

Die gesetzlichen Krankenversicherer identifizieren die Berater in ihrer Studie als Vorreiter. Bereits 2014 hatte die deutliche Mehrheit (81 Prozent) der größten Krankenkassen eine App im Dienstleistungsangebot, berichtet Neofonie. Vier Jahre später wuchs diese Zahl auf über 90 Prozent der untersuchten Gesellschaften.

Auch im Bereich mobiler Webseiten ist ein Trend zu erkennen. 2014 hatten drei Viertel der Krankenkassen eine solche, mittlerweile ist diese Zahl auf 85 Prozent angewachsen. Bereits 2014 bot fast die Hälfte der in der Studie untersuchten Krankenkassen einen geschlossenen Bereich für ihre Kunden an, inzwischen seien es zwei Drittel.

Zu den größten Krankenkassen, die Neofonie 2014 und 2018 für die Studie betrachtete, zählten folgende Gesellschaften: Techniker Krankenkasse, Barmer GEK, DAK – Deutsche Angestellten Krankenkasse, AOK Bayern, IKK classic, Kaufma?nnische Krankenkasse, Knappschaft, Siemens-Betriebskrankenkasse, Betriebskrankenkasse Mobil Oil, Viactiv, SVLFG, IKK Su?dwest, Pronova BKK, Bahn BKK, Mhplus Betriebskrankenkasse, Audi BKK, Novitas BKK, BKK Verkehrsbau Union, Hanseatische Krankenkasse und Bundes-Innungskrankenkasse Gesundheit.

Neofonie-App-Studie Themen (Bild: Neofonie)

Apps zu Gesundheit und Auto dominieren

Die untersuchten Apps unterscheiden die Berater nach Services und Funktionen. Die 320 Apps der 217 Versicherer bedienen verschiedene Themen. Bei den Services dominiert mit knapp 57 Prozent das Angebot zu „Gesundheit und Lifestyle“. Dazu gehören Apps zu den Bereichen Fitness, Ernährung und Reisen.

Mit 27,2 Prozent folgen Service-Offerten zu „Kfz“ mit Mehrwerten wie automatisierte Schadensmeldungen, GPS und Tracking.

Der Kundenbereich als geschlossener Servicebereich gewinnt gerade bei den großen Versicherern zunehmend an Bedeutung, so die Autoren der Studie. 2014 bot lediglich ein Versicherer, die DKV, einen derartigen Mehrwert für seine Kunden an. Mittlerweile stellt knapp die Hälfte der untersuchten Gesellschaften einen geschlossenen Kundenbereich zur Verfügung.

Neofonie-App-Studie Kategorien (Bild: Neofonie)

Dienstleistung steht im Vordergrund

Die Funktionalitäten der mobilen Helfer unterteilen die Autoren der Studie in vier Kategorien mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Folgende Leistungen bieten die Apps der Versicherer 2018 an:

  • Dienstleistung (57 Prozent): Funktionen als Mehrwert für Produkte mit Interaktions-Möglichkeiten wie zum Beispiel Schadensmeldung, Krankmeldung per Foto übermitteln.
  • Information (28,4 Prozent): zum Versicherer, den Produkten, ohne Interaktions-Möglichkeiten.
  • Vertriebsunterstützung (9,4 Prozent): Tarifvergleiche, Berechnungs-Möglichkeiten für Vertrieb und Endkunden.
  • Kundenportal mit Log-in (4,1 Prozent): Einsicht in Verträge, Verwaltung von Daten.

Bei den Apps, die zum Bereich Dienstleistung zählen, dominiert das Thema „Kfz“ mit Services wie Notrufsystem, Schadensmeldung, Pannenmeldung und GPS-Übermittlung.

An zweiter Stelle bei der Hauptfunktion Dienstleistung rangiert Gesundheit mit Funktionen wie das mobile Einreichen von Arztrechnungen, Krankmeldungen, Fitness- und Trainingsangebote, Ernährungstipps und Bonusprogramme.

 
WERBUNG
WERBUNG
Treffen Sie das VersicherungsJournal...

... auf der DKM in Halle 4 am Stand A08.

Wir freuen uns schon auf Ihren Besuch und zahlreiche interessante Gespräche.

Freikarten erhalten Sie hier.

WERBUNG
VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.de
  • Xing – über den Verlag
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
  • Youtube – Hintergründe zum Buchprogramm
WERBUNG
Von welchen Gesellschaften wollen die Vertreter weg?

Wie steht es um die Wechselbereitschaft in der Versicherungswirtschaft?

Neue Erkenntnisse der Studie „Betriebswirtschaftliche Struk- turen des Versicherungsver- triebs – BVK-Strukturanalyse 2016/2017“ erfahren Sie hier.

Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu. Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.de.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.de.

WERBUNG
Wenn der Umweg statt zur Arbeit vors Gericht führt

Wegeunfälle sind oft Anlass für einen Streit mit der Berufsgenossenschaft. Dann entscheiden Richter über die Versicherungsleistung.

Über aktuelle Urteile und Lücken im gesetzlichen Unfallschutz berichtet ein neues Dossier...

Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
13.6.2018 – Einige private Krankenversicherer gehen gemeinsam ein innovatives Digitalisierungsprojekt an. Es soll Transparenz und Mehrwerte für die Versicherten bieten und fällt laut einer Umfrage auf fruchtbaren Boden. (Bild: Mcmurryjulie, Pixabay CC0) mehr ...
 
26.1.2017 – Apps hält Allianz-Kranken-Chefin Dr. Birgit König für überbewertet – zumindest in ihrer derzeitigen Ausgestaltung. Auf einer Fachkonferenz war auch Neues von dem in den Startlöchern stehenden digitalen Krankenversicherer Ottonova zu erfahren. (Bild: Lier) mehr ...
 
15.10.2012 – Die Praxisgebühr in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) könnte bald der Vergangenheit angehören. Die FDP drängt angesichts gut gefüllter GKV-Kassen auf deren Abschaffung – und in der Union scheint der Widerstand zu bröckeln. mehr ...
 
24.9.2012 – Die Allianz Kranken-Chefin Dr. Birgit König hat sich kritisch mit der Berichterstattung über die PKV auseinandergesetzt, aber auch Verbesserungsbedarf eingeräumt – und die konkreten Bemühungen der Branche erläutert, den Beitragsanstieg im Alter zu dämpfen. mehr ...
 
12.4.2012 – Krankenkassen sollten nach Ansicht der Techniker Krankenkasse über eine Änderung der Rechtsform in vollen Wettbewerb mit privaten Krankenversicherern treten. Dies ziele aber auf einen „Wettbewerb Light“, kritisiert der PKV-Verband. mehr ...
 
20.9.2018 – Eine Untersuchung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung legt dar, was gesetzlich Versicherte von der Digitalisierung im Gesundheitswesen halten. Beim Thema elektronische Akten gab es zum Teil erstaunliche Offenheit. (Bild: KBV) mehr ...
 
29.8.2018 – Auf der Veranstaltung „PKV aktuell & digital“ am Dienstag in Berlin konnten Vertreter der privaten Krankenversicherung einmal ihre Vorstellungen dazu äußern, wie man die PKV weiterentwickeln könnte. Die Wunschliste ist lang. (Bild: Brüss) mehr ...
 
28.2.2018 – Erfolgreicher Verkauf über die eigenen Vermittler, mehr Gesundheitsservice und Kampf gegen die Bürgerversicherung: Diese Ziele prägen den Koblenzer Versicherer. Doch es gibt auch weitere Baustellen. (Bild: Schmidt-Kasparek) mehr ...