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Mehrheit der Verbraucher sieht Nachhaltigkeit als „Hygienefaktor“

11.6.2021 – Die Versicherungsbranche hat die Chance, langfristig mit nachhaltigen Produkten erfolgreich zu sein, besonders bei der jüngeren Generation. Vor allem im Segment der Sachversicherungen sind für Verbraucher nachhaltige Versicherungslösungen vorstellbar. Die Bereitschaft, dafür Mehrkosten oder Leistungs-Einschränkungen in Kauf zu nehmen, ist allerdings gering. Zudem besteht noch ein hoher Informationsbedarf. Dies sind Ergebnisse einer Studie von Heute und Morgen.

Was denken Konsumenten über Nachhaltigkeit speziell im Versicherungskontext? Wie werden bestimmte nachhaltige Angebote und Konzepte im Versicherungsbereich beurteilt? Wie groß ist das Interesse an nachhaltigen Versicherungslösungen? Und inwieweit besteht ein Bedarf an Beratung und Information zum Thema?

Das sind zentrale Fragen der Studie „Nachhaltige Versicherungsprodukte“ der Heute und Morgen GmbH. Das Marktforschungs- und Beratungsinstitut hat 1.500 Verbraucher ab 18 Jahren, darunter 507 besonders nachhaltig-affine, bevölkerungs-repräsentativ befragt.

Die 17-minütige Onlinebefragung wurde im März 2021 durchgeführt. Durch die Gegenüberstellung mit einer Nachhaltigkeitsstudie aus dem März 2020 wurden zudem Zeitreihenvergleiche angefertigt und Trends ermittelt.

Langfristige Chancen insbesondere in der jüngeren Generation

Generell können sich demnach aktuell 60 Prozent aller Befragten vorstellen, künftig gezielt nachhaltige Versicherungslösungen abzuschließen. In den Gruppen der unter 30-Jährigen und nachhaltigkeits-affinen Verbraucher sind es sogar 80 Prozent.

Als besonders geeignet dafür werden Sachversicherungen angesehen, insbesondere die Sparten Kfz (64 Prozent) und Wohngebäude (61 Prozent). Mehr als jeder dritte Verbraucher hält auch Lebens-, Renten- und Krankenzusatz-Policen für passend. Anders sieht es dagegen für die Segmente Unfall und Berufsunfähigkeit aus.

Leistungsmerkmale mit Kostenersparnis überzeugen

Bei Betrachtung einzelner Leistungsmerkmale zeigt die Studie, dass Bedingungen besonders überzeugen, die dem Versicherungsnehmer Kosteneinsparungen ermöglichen. Dazu gehören zum Beispiel Mehrkostenübernahmen bei nachhaltigkeits-orientierten Schadenregulierungen oder Rabatte für einen nachhaltigen Lebensstil.

Geht es um ESG-konforme Kapitalanlagen oder Vorsorge, kommen Angebote gut an, die Einschlusskriterien favorisieren, beispielsweise den Schutz natürlicher Ressourcen oder Investments in erneuerbare Energien. Weniger beliebt sind Produkte mit Ausschlusskriterien wie Gewährleistung des Ausschlusses von Kinderarbeit oder ausdrücklicher Verzicht auf Investments in Rüstungsgüter.

Potenzial nachhaltiger Versicherungen (Bild: Heute und Morgen)

Geringe Akzeptanz von Mehrkosten und Leistungseinschränkungen

Allerdings sind laut der Umfrage derzeit nur wenige Verbraucher bereit, für nachhaltige Versicherungsprodukte höhere Kosten beziehungsweise schlechtere Konditionen in Kauf zu nehmen. Ist dies der Fall, sinke die Abschlussbereitschaft sehr deutlich, je nach Produktart zwischen vier bis acht Prozent, schreiben die Autoren.

„Die große Mehrheit der Verbraucher sieht Nachhaltigkeitsaspekte bei Versicherungsprodukten als Hygienefaktor an“, sagt Jana Grüger, Studienleiterin bei Heute und Morgen. „Nicht als einen Mehrwert oder Luxus, für den man bereit wäre, auch etwas mehr zu bezahlen oder an derer Stelle Verzicht dafür zu leisten.“

Informationen am liebsten vom persönlichen Ansprechpartner

Jana Grüger (Bild: Heute und Morgen)
Jana Grüger (Bild: Heute und Morgen)

Generell gelte, dass nachhaltige Versicherungsprodukte überwiegend erklärungsbedürftig seien. Hätten Verbraucher unterschiedsbildende Nachhaltigkeitsvorteile von Produkten jedoch verstanden, wachse die Bereitschaft zu Abschluss und Wechsel.

Laut der Studie achten aktuell nur zehn Prozent der Konsumenten auf Nachhaltigkeit, wenn es um Versicherungen geht. 73 Prozent begrüßen jedoch grundsätzlich Informationen dazu. Sogar 43 Prozent der nachhaltigkeits-kritischen sind an weiteren Angaben interessiert.

Am liebsten möchten die Verbraucher von ihrem persönlichen Ansprechpartner für Versicherungs-Angelegenheiten dazu beraten werden, wahlweise per E-Mail oder auch im persönlichen Gespräch. Wichtig sind den Befragten aber auch eigene Recherchen im Internet und Informationen von unabhängiger Seite.

Es bietet sich die Chance, das Image der Branche zu verändern

Insgesamt erweise sich das Thema Nachhaltigkeit für die Assekuranz als große Chance, die zugleich mit vielfältigen neuen Erwartungen, Anforderungen und Risiken verbunden sei. Dabei eröffne sich auch die Möglichkeit, das bisher oft noch negativ, diffus oder langweilig gefärbte öffentliche Image der Branche abzulegen.

Das könne aber nur gelingen, wenn die Nachhaltigkeits-Aktivitäten der Versicherer und damit verbundene Produktangebote substanzbasiert und selbst erkennbar nachhaltig seien. Diese Chance solle nicht rein kurzfristigen oder kurzgesprungenen Werbe- und Verkaufsinteressen geopfert werden. Zumal diese heutzutage schnell zu einem Bumerang werden könnten.

Die komplette, rund 140-seitige Studie „Nachhaltige Versicherungsprodukte“ ist hier über die Homepage von Heute und Morgen erhältlich (Studienreport für 2.900 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer). Sie kann per E-Mail oder Fax bestellt werden. Abrufbar ist zusätzlich ein kostenloser Flyer mit Informationen über Studieninhalte und Kosten.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Berufsunfähigkeit · Marktforschung · Nachhaltigkeit · Rente · Sachversicherung · Schadenregulierung · Verkauf
 
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