23.2.2024 (€) – Die Allianz erzielt im unabhängigen Vermittlermarkt weiterhin den größten Geschäftsanteil in der Pflegezusatz-Versicherung. Sie baute ihren Vorsprung auf die Ideal erneut kräftig aus. Den Bronzerang verteidigte die Hallesche. Deutlich nach oben ging es für die Hansemerkur (von acht auf vier) und die Signal Iduna (von zwölf auf acht). Kräftig nach unten zeigt die Kurve beim Münchener Verein (von fünf auf neun). Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Private Kranken- und Pflegeversicherung 2024“.
Die BBG Betriebsberatungs GmbH hat auch in diesem Jahr wieder eine Untersuchung zur Bedeutung der Produktgeber in der privaten Pflegeversicherung im unabhängigen Vermittlermarkt durchgeführt.
Grundlage der Asscompact-„Marktstudie Private Kranken- und Pflegeversicherung 2024“ ist eine im November und Dezember 2023 unter Versicherungsmaklern und Mehrfachvertretern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 262 Personen angegeben.
Rund 90 Prozent der Befragten waren männlich, etwa zehn Prozent weiblich. Sie haben 27,3 Jahre Berufserfahrung bei einem Durchschnittsalter von 57 Jahren und wollen im Schnitt mit circa 68 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.
Methodik der Asscompact-Studie
Im Rahmen der Befragung wurden die Vermittler unter anderem „gebeten, zu ihren präferierten Anbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden als Punktwerte interpretiert, so dass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann“, wird zur Methodik erläutert.
Abschließend wird den Angaben zufolge ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit dem höchsten Wert 100 Punkte erhält und die weiteren Anbieter anhand ihrer Abstände prozentual abgestuft werden. Dieses Verfahren wurde für die drei abgefragten Produktbereiche Krankenvoll (VersicherungsJournal 2.2.2024, 2.2.2024), Krankenzusatz (9.2.2024) und Pflege angewandt.
Allianz verteidigt Spitzenplatz
Im Geschäftsfeld Pflege, in dem keine Trennung nach Kranken- und Lebensversicherung vorgenommen wird, verteidigten die Allianz Versicherungen die Pole Position. Der Akteur konnte den Vorsprung auf die erneut zweitplatzierte Ideal Lebensversicherung a.G. von 17 über fast 34 Zähler auf nun über 50 Punkte ausbauen. Die Berliner hatten vor drei Jahren noch an der Spitze gelegen (16.4.2021).
Den Bronzerang sicherte sich nach einer leichten Verbesserung erneut die Hallesche Krankenversicherung a.G. Mit gut 41 Zählern liegt die Hallesche nur noch wenige Punkte hinter der Ideal. Dahinter folgen die Hansemerkur Versicherungen (von acht auf vier) und die Barmenia Versicherungen (von vier auf fünf) mit jeweils über 24 beziehungsweise 22 Punkten.
Zur Top Ten gehören ferner die Continentale Versicherungen (von neun auf sechs), die DKV Deutsche Krankenversicherung AG (von sechs auf sieben), die Signal Iduna Gruppe (von zwölf auf acht), die Münchener Verein Versicherungen (von fünf auf neun) und die Universa Versicherungen (von elf auf zehn).
Die fünf letztgenannten Akteure kommen auf gut 14 bis knapp elf Zähler – besitzen also bestenfalls einen ein Siebtel so großen Geschäftsanteil wie die Allianz.
Weitere Studiendetails
Während Hallesche und Universa ihren relativen Anteil leicht und die Hansemerkur ihren deutlich verbessern konnten, hatten die übrigen Marktteilnehmer zum Teil empfindliche Rückgänge hinzunehmen. Dabei verlor die Ideal fast 17 Zähler – und der Münchener Verein büßte fast die Hälfte seines relativen Vorjahresanteils ein.
Konkrete Gründe für die zum Teil deutlichen Veränderungen werden im Rahmen der Untersuchung nicht erhoben.
Die 387-seitige „Marktstudie Private Kranken- und Pflegeversicherung 2024“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und der Vermittlerzufriedenheit in der Vollversicherung auch eine Analyse der Top-Anbieter. Untersucht wurde neben der Krankenvoll- und der Krankenzusatz- auch die Pflegezusatz-Versicherung.
Der Berichtsband kann für 2.975 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sophia Tannreuther per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575823 bestellt werden.





