3.2.2025 (€) – 20 der 25 größten Anbieter in der Rechtsschutz-Versicherung haben zwischen 2018 und 2023 ihre Bestände ausgebaut. Am stärksten nach absoluten Zahlen wuchs die Arag, prozentual gemessen die VGH. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2024: Rechtsschutz-Versicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.
Die Zahl der Verträge in der Rechtsschutzversicherung ist in den zurückliegenden Jahren kräftig gestiegen. Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zufolge betrug das Plus von 2018 auf 2023 acht Prozent (auf 27,1 Millionen Stück).
Bestand Rechtsschutzversicherung: Fünf Akteure im Minus
Allerdings konnten nicht alle Marktteilnehmer an der positiven Entwicklung teilhaben. Fünf von ihnen verloren Verträge.
Die größten Rückgänge gab es sowohl nach absoluten Zahlen als auch prozentual gemessen bei der ADAC Versicherung AG. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2018-2023: Rechtsschutz-Versicherung“. Die Analyse der V.E.R.S. Leipzig GmbH enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 25 größten Akteure mit 98 Prozent Marktanteil.
Arag mit dem größten Bestandsausbau
Am stärksten nach absoluten Zahlen wuchs demnach die Arag SE (plus über 850.000 auf 5,15 Millionen Kontrakte). Die Örag Rechtsschutzversicherungs-AG legte um fast 190.000 (auf 2,11 Millionen) Policen zu, die Allianz Versicherungs-AG um knapp 140.000 (auf 2,64 Millionen).
Um jeweils rund 130.000 Stück bauten die Württembergische Versicherung AG (auf fast 852.000) und die Huk-Coburg-Rechtsschutzversicherung AG (auf 1,92 Millionen) ihre Bestände aus. Sechsstellige Zuwächse hatten ferner die Auxilia Rechtsschutz-Versicherungs-AG (auf über 695.000) sowie der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G. (auf fast 935.000) zu verzeichnen.
Itzehoer beim Rechtsschutz mit dem relativ stärksten Wachstum
Betrachtet man die Veränderungsraten, so liegt die Landschaftliche Brandkasse Hannover (VGH) mit großem Abstand in Führung. Das Unternehmen konnte die Zahl der Kontrakte auf Sechsjahressicht um ein Drittel ausbauen.
Vergleichsweise stark legten mit annähernd einem Fünftel die Arag und mit jeweils einem guten Sechstel die Württembergische und die Auxilia zu.
Zweistellige Zuwachsraten schafften auch noch
- die DMB Rechtsschutz-Versicherung AG (plus 16.200 auf 141.000 Verträge),
- der LVM,
- die Debeka Allgemeine Versicherung AG (plus 55.500 auf knapp 502.000),
- die Continentale Sachversicherung AG (plus 16.400 auf fast 152.000) sowie
- die Huk24 AG (plus 15.600 auf gut 155.700).
Nur Örag wuchs nicht kontinuierlich
Mit Ausnahme der Örag bauten alle vorgenannten Akteure ihren Bestand kontinuierlich aus. Bei dem Unternehmen nahm die Wachstumsdynamik zunächst von über drei Prozent auf unter zwei Prozent ab.
Im letzten Jahr des Beobachtungszeitraums drehte die Entwicklung sogar leicht ins Minus. Hintergrund war eine Bestandsübertragung von etwa 40.000 Kontrakten (11.1.2023). Dadurch wuchs die VGH besonders stark. Dem Plus von fast einem Fünftel im Jahr 2023 standen Steigerungsraten zwischen 1,6 und 3,2 Prozent in den Jahr davor gegenüber.
Bei der Arag waren große Schwankungen beim Wachstumstempo zu beobachten. In der Spitze betrug das Plus fast 400.000 Kontrakte. 2020 legten die Düsseldorfer hingegen nur um rund 20.000 Verträge zu.
Der „Branchenmonitor 2024: Rechtsschutzversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Diese werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2018 bis 2023). Die rund 50-seitige Studie kann als PDF-Version für 654,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.







