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Kundenbindung: Mit geringem Budget zum Youtube-Star

20.3.2019 – Videomarketing muss nicht teuer sein. Auch mit einfachen Mitteln lassen sich starke Clips produzieren. Auf der Makler- und Mehrfachagentenmesse am Dienstag in München wurde erklärt, wie es geht. (Bild: Winkel)

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E-Mails sind von gestern. Wer eine persönliche Verbindung mit Auge und Ohr seiner Empfänger sucht, kommuniziert per Videobotschaft. Stephan Peters, Coach für Videomarketing bei der MEB More-E-Business GmbH in Hamburg hat dabei vor allem eine Mission: den Kampf gegen unqualifiziertes Gerede über Versicherung, sei es am Stammtisch, in Talkshows oder Verbrauchersendungen.

Als Marke positionieren

Stephan Peters (Bild: Winkel)
Stephan Peters (Bild: Winkel)

Information, Kritik und Aufklärung sind die Ziele seiner Videos, mit denen er auf seinem Youtube-Kanal mehrere Tausend Zuschauer erreicht. Aber auch für Vermittler mit bodenständigen Absichten eignen sich Video-Nachrichten.

Peters These an die Besucher seines Vortrags auf der Münchner Makler- und Mehrfachagentenmesse, zu der am Dienstag zum 13. Mal der Maklerpool Fonds Finanz Maklerservice GmbH geladen hat: „Mit Video-Messages könnt ihr nicht nur immer wiederkehrende Fragen von Privatkunden antizipieren und kollektiv beantworten, sondern Euch auch als Marke positionieren.“

„Ob wechselwillige Kfz-Versicherte im Oktober, Riester-Geförderte im Frühjahr, Auslands-Krankenversicherte vor den Sommerferien oder verärgerte Kunden nach Anhebung der Wohngebäudetarife Anfang des Jahres, saisonale Anrufe und Mails der Kunden mit repetitiven Fragen kosten Zeit und Geld“, so Peters.

Persönlicher Eindruck zählt

Effektiv seien kurze Erklär- und Informationsvideos, die per Link geteilt werden und den Makler stark entlasten könnten, meint Peters. „Videos haben gegenüber E-Mail außerdem den Vorteil, dass der Zuschauer euch sieht und hört“, wendet sich Peters an die Vermittlerschaft in München. „Es bleibt neben der Nachricht euer persönlicher Eindruck hängen.“

Peters hat als Vermittler ursprünglich mit Erklärvideos begonnen, um seine eigenen Kunden zu informieren und Produkte zu erklären. Mittlerweile nimmt sich Peters in seinen Videos Verbrauchersendungen und Talkshows zur Brust und kommentiert diese kritisch.

Vorsicht vor Verletzungen der Rechte Dritter

Auch zur Neukundengewinnung und Bestandskundenbindung seien Videos Gold wert. Ziel eines Clips dürfe aber nicht der Verkauf einer Police sein, sondern einen Absicherungsbedarf zu wecken. Inhalte der Videos müssten sich daher mit Infos zu Produkten, Fristen und Tarifen an den Problemen der Kunden orientieren und keinesfalls versuchen, ein Produkt anzupreisen.

Ideale Anlässe seien beispielsweise Gesetzesänderungen, deren Auswirkungen dem Kunden erklärt werden. Wichtig sei, aktuell zu sein: Videos müssten dann verfügbar sein, wenn Kunden danach suchten, also unmittelbar nach Bekanntwerden einer Neuigkeit oder Diskussionsrunde im Fernsehen, auf die Bezug genommen werde, fordert Peters. Komplexe Themen sollten in mehrere Videos aufgeteilt werden, die als Reihe publiziert werden könnten.

„Gut laufen auch Praxisvideos, also kurze Reportagen zur Veranschaulichung von Prozessen im Maklerbüro oder ein Erfahrungsbericht eines Geschädigten, der mit Hilfe seiner Versicherung trotz Unfall ein weitgehend sorgenfreies Leben führen kann.“

Vortrag Stephan Peters (Bild: Winkel)
Stephan Peters (re.) während seines Vortrags zum Thema Videomarketing auf der 13. MMM (Bild: Winkel)

Mit Youtube zum Kunden

Erster Schritt für Vermittler mit Video-Ambitionen sei, die Angst vor der Öffentlichkeit zu überwinden, so Peters. Denn wer sich publiziere, könne auf Ablehnung und Kritik stoßen. Die größere Gefahr lauere aber woanders. „Wer im Freien filmt, verletzt möglichweise ungewollt Rechte Dritter, wie beispielsweise zufällig aufgenommener Personen, Unternehmen, Marken oder Geschäfte“, warnt Peters.

Für den Anfang seien Hintergründe und aufwendige Drehbücher gar nicht notwendig. Für einfache Info- und Erklärvideos („Tutorials“) brauche es außer einem neutralen Hintergrund nur wenig Ausrüstung, erklärt Peters. Lediglich die eigene Person in Porträtgröße für gut erkennbare Mimik und Gestik sollte gefilmt werden.

Neben einem Smartphone mit Kamera seien nur ein Ringlicht zur Ausleuchtung der gefilmten Person und ein Mikrofon zum Anstecken notwendig. Zum passgenauen Abschneiden der Anfangs- und Endsequenz genüge die übliche Kamerasoftware auf dem Smartphone, fürs Optimieren der Bilder bei höheren Ansprüchen sei eine Videosoftware zum Schneiden und Nachbearbeiten empfehlenswert.

Für die Veröffentlichung schwört Peters auf Youtube, da das Portal am weitesten verbreitet sei und differenzierte Veröffentlichung an alle oder per Link nur an Ausgewählte erlaube.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Bestandskunden · Kundengewinnung · Maklerpool · Mehrfachvertreter · Riester · Verkauf
 
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