Hausratversicherung: An wen Makler das meiste Geschäft liefern

12.7.2022 – Die Haftpflichtkasse kommt in der Hausratversicherung auf den mit Abstand größten Geschäftsanteil im unabhängigen Vermittlermarkt. Dahinter folgen die Ammerländer und die VHV. Jeweils zwei Positionen nach unten ging es für die Basler an achter und K&M an neunter Stelle. Die Domcura verbesserte sich von acht auf vier, die Dema von zehn auf sieben. Dies zeigt die Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2022“.

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Auch in diesem Jahr hat die BBG Betriebsberatungs GmbH wieder eine Untersuchung zur Bedeutung der Produktgeber in der privaten Kompositversicherung im unabhängigen Vermittlermarkt durchgeführt. Zu den abgefragten Zweigen gehörte neben der Wohngebäudeversicherung (VersicherungsJournal 7.7.2022) unter anderem auch die Hausratversicherung.

Grundlagen und Methodik der Asscompact-Studie

Grundlage der Asscompact-„Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2022“ ist eine im Mai unter Versicherungsmaklern und Mehrfachvertretern durchgeführte Onlineumfrage. Die Größe der Nettostichprobe wird mit 336 unabhängigen Vermittlern angegeben.

Gut 85 Prozent der Befragten waren männlich, knapp 15 Prozent weiblich. Sie haben rund 27 Jahre Berufserfahrungen bei einem Durchschnittsalter von 55,6 Jahren und wollen im Schnitt mit etwa 68 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.

Im Rahmen der Befragung wurden die Vermittler unter anderem „gebeten, zu ihren präferierten Anbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden als Punktwerte interpretiert, so dass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann“, wird zur Methodik erläutert.

Abschließend wird den Angaben zufolge ein Index gebildet, bei dem der Anbieter mit dem höchsten Wert 100 Punkte erhält und die weiteren Anbieter anhand ihrer Abstände prozentual abgestuft werden. Dieses Verfahren wurde für alle untersuchten privaten Kompositsparten angewandt.

Haftpflichtkasse an der Spitze

Die Spitzenposition belegt zum vierten Mal in Folge die Haftpflichtkasse VVaG (15.7.2021, 2.7.2020, 4.7.2019). Den Silberrang sicherte sich die Ammerländer Versicherung VVaG.

Die Gesellschaft, die vor drei Jahren noch mit 20 Punkten Vorsprung in Führung gelegen hatte (6.8.2018) und danach bis auf Platz drei abgerutscht war, legte um zwölf auf 55 Punkte zu. Die VHV Allgemeine Versicherung AG verlor fast zehn Zähler und befindet sich mit 43,5 Punkten nun auf der dritten Position.

Diverse Auf- und Absteiger

Auf den Rängen vier bis neun folgen der seit einigen Jahren zum Finanzvertrieb MLP SE (17.6.2015) gehörende Deckungskonzeptanbieter Domcura AG, die Axa Versicherung AG, die Interrisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group, die Dema Deutsche Versicherungsmakler AG, die Basler Sachversicherungs-AG und die Konzept & Marketing – ihr unabhängiger Konzeptentwickler GmbH (K&M).

Diese sechs Akteure liegen nicht einmal drei Zähler auseinander. Dabei steigerte sich die Domcura um vier Plätze (auf vier) und die Dema um drei Positionen (auf sieben). Um jeweils eine Stelle nach unten ging es für die Axa (auf fünf) und die Interrisk (auf sechs). Jeweils zwei Plätze verloren die Basler (auf acht) sowie K&M (auf neun).

Rangfolge (Bild: Wichert)

Neben der Ammerländer gelang es nur der Domcura und der Dema, ihre relativen Geschäftsanteile auszubauen. Die anderen aufgeführten Anbieter verloren bis zu fast acht Zähler (Axa).

Weitere Studiendetails und Bezugshinweis

Konkrete Gründe für die zum Teil deutlichen Veränderungen sind dem Berichtsband der Studie nicht zu entnehmen.

Die 574-seitige „Marktstudie Privates Schaden-/Unfallgeschäft 2022“ enthält neben detaillierten Ranglisten zu den Geschäftsanteilen und zur Vermittlerzufriedenheit auch eine Analyse der Top-Anbieter. Der Berichtsband kann für 2.677,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Sophia Tannreuther per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575823 bestellt werden.

 
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