Dies sind die Top- und Flop-Produkte im Maklermarkt

6.3.2026 (€) – Im Schlussquartal 2025 lief bei Versicherungsmaklern der Absatz von Kraftfahrt-Versicherungen am besten. Dahinter folgen die Geschäftsfelder Privathaftpflicht und Hausrat. Schlusslicht sind Gruppenunfallversicherungen hinter der Riester-Vorsorge und Erwerbsunfähigkeitspolicen. Zu den großen Verlierern gehört das Geschäftsfeld Vermögensverwaltung. Deutlich nach oben ging es vor allem für die betriebliche Krankenversicherung. Dies zeigen die Asscompact Trends I/2026.

Welche Policen in der Absatzhitparade der Makler für das vierte Quartal 2025 vorne und welche hinten liegen, ist den jetzt veröffentlichten Asscompact Trends I/2026 der BBG Betriebsberatungs GmbH zu entnehmen.

256 Versicherungsvermittler gaben Auskunft

Die im Quartalsrhythmus durchgeführte Studienreihe beruht auf einer standardisierten Onlinebefragung zu Vertriebsthemen von jeweils mehreren hundert Versicherungsmaklern. Die Nettostichprobengröße der aktuellen Auflage wird mit 256 Personen angegeben.

Knapp 90 Prozent der Befragten sind männlich und etwa zehn Prozent weiblich. Sie sind im Schnitt 58,5 Jahre alt, wobei weit über drei Viertel die 50 Jahre bereits überschritten haben. Fast die Hälfte ist über 60 Jahre alt. Andererseits ist nur jeder Dreizehnte 40 Jahre oder jünger. Der Anteil der höchstens 30-Jährigen liegt bei etwa einem Dreißigstel.

Die Interviewten haben im Mittel 30,7 Jahre Branchenerfahrung und wollen im Schnitt mit 67,8 Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Mehr als ein Drittel plant sogar, nicht vor Vollendung des 70. Lebensjahres aufzuhören.

Durchgeführt wurde die Befragung im Januar 2026. Unter anderem sollten die Teilnehmer den Absatz in der zurückliegenden Dreimonatsperiode in etwa 40 Produktlinien bewerten sowie die jeweils favorisierten Anbieter benennen.

Kfz-Versicherung erobert Spitzenposition

Den Spitzenplatz belegt die Kraftfahrzeugsparte, für die es um zwei Positionen nach oben ging. Hier lief es für annähernd vier von fünf Vermittlern zuletzt „(sehr) gut“. Auf der anderen Seite votierte nur etwa jeder 17. Befragte mit „(sehr) schlecht“.

Für ein Schlussquartal, in das der Wechselstichtag fällt, ist das gute Abschneiden der Kfz-Versicherung nicht wirklich überraschend. Das gleiche Bild war auch in acht der neun Vorjahre zu beobachten (VersicherungsJournal 7.3.2025, 5.3.2021, 10.3.2017). Lediglich vor vier Jahren hatte es das Geschäftsfeld „Investmentfonds“ ganz nach vorn geschafft (11.3.2022).

Die Versicherungssparten auf den weiteren Plätzen

An zweiter Stelle und damit einen Rang schlechter als im Vorquartal (5.12.2025) liegt die Privathaftpflicht- vor der Hausratversicherung (von zwei auf drei). Beide Produktgruppen kamen auf Anteile an positiven Beurteilungen von etwa zwei Dritteln.

Dahinter folgen mit jeweils um die 60 Prozent an „(sehr) guten“ Bewertungen unverändert an vierter und fünfter Stelle die Wohngebäude- sowie die Rechtsschutzversicherung für Privatkunden. Jeweils einen Platz nach ging es für das Geschäftsfeld Investmentfonds (auf sechs), die Berufsunfähigkeits- (BU; auf sieben) und die private Krankenzusatzversicherung (auf acht). Die Anteile lagen zwischen 57 und 54 Prozent.

Die Positionen neun und zehn belegen mit jeweils um die 50 Prozent die Produktgruppen Risikolebens- und fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen. Für erstere ging es um vier Plätze aufwärts, für Letztere sogar um sechs Ränge.

Produktehitparade (Bild: Wichert)

Rote Laterne für die Gruppenunfallversicherung

Am anderen Ende der Rangliste finden sich viele der „üblichen Verdächtigen“ wieder. Schlusslicht ist die Gruppenunfallversicherung. Aktuell bezeichnete nur etwa jeder achte Umfrageteilnehmer den Absatz als „(sehr) gut“. Dem stand ein Anteil von 42,5 Prozent an „(sehr) schlechten“ Beurteilungen gegenüber.

An vorletzter Stelle liegt die Riester-Vorsorge mit einem nur um Nuancen höheren Anteil an positiven Bewertungen. Der Anteil der negativen Bewertungen fiel mit dem absoluten Höchstwert aller Produktkategorien von über 62 Prozent um etwa die Hälfte höher aus als beim Schlusslicht.

Weitere vergleichsweise schlecht laufende Produktgruppen

An drittletzter Stelle positioniert sich mit einem Siebtel an positiven Beurteilungen die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU-Versicherung), die ein und vier Quartale zuvor (7.3.2025) noch ganz unten rangierte.

Bei jeweils gut jedem sechsten Befragten lief das Geschäft mit Index- beziehungsweise privaten Pflegezusatzpolicen „(sehr) gut“. Die Anteile der „(sehr) schlechten“ Bewertungen lagen zwischen 46 (EU-Versicherung) und 51 Prozent (Pflegezusatz).

Ladenhüter (Bild: Wichert)

Auf- und Absteiger unter den Produktgattungen

Die Zahl der deutlichen Rangveränderungen blieb auf sehr hohem Niveau. So schnitten 18 Gattungen (Vorquartale: 19; 17; 17; elf; elf; zehn; elf) um mindestens fünf Positionen besser oder schlechter ab als in der Dreimonatsperiode zuvor.

Besonders kräftig aufwärts ging es für das Segment betriebliche Krankenversicherung (bKV; von 30 auf 15). Die Grundfähigkeitsversicherung (GF-Versicherung) machte elf Plätze gut (von 36 auf 25), das Geschäftsfeld „Beteiligungen“ neun Positionen (von 32 auf 23) und die Tierkrankenversicherung acht Ränge (von 25 auf 17).

Zu den größten Absteigern gehört vor allem das Segment Vermögensverwaltung (von sechs auf 27), aber auch die Transport- (von 20 auf 32) und die private Pflegezusatzversicherung (von 28 auf 37). Deutlich nach unten zeigte die Kurve auch bei der Rürup-Vorsorge (von 24 auf 31) und der D&O-Versicherung (von 20 auf 27).

Der 173-seitige Berichtsband der Asscompact Trends I/2026 kostet 1.785 Euro inklusive Mehrwertsteuer (Preisnachlass bei Jahresabonnement). Er kann bei Dr. Mario Kaiser per E-Mail oder per Telefon unter 0921 7575833 bestellt werden.

Wie beurteilen Sie diesen Artikel?
Artikel-Werkzeuge für Sie
Diese Seite empfehlen
Weitere Artikel der Ausgabe vom 6.3.2026
Diese Artikel könnten Sie noch interessieren