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Die Top-Anbieter von digitalen Strecken bei Gewerbeversicherungen

20.9.2022 – Nach einer aktuellen Befragung von MRTK nutzen 67 Prozent der Makler und Mehrfachagenten digitale Antragsstrecken von Maklerpools, 62 Prozent von Versicherungs-Unternehmen und 44 Prozent von Technologie- oder Softwareanbietern. Ihre Favoriten unter den Anbietern sind VHV, Vema und Thinksurance.

Nachdem das Geschäft mit gewerblichen Cyberversicherungen durchleuchtet wurde (VersicherungsJournal 29.4.2022), hat das Marketing Research Team Kieseler (MRTK) nun digitale Antragsstrecken bei Gewerbeversicherungen unter die Lupe genommen.

Die Studie beruht auf einer nach der Cati-Methode durchgeführten Befragung von 200 Maklern und Mehrfachagenten mit einem Gewerbekundenanteil von mindestens zehn Prozent. Die Erhebung wurde im Juli durchgeführt.

Ermittelt wurde unter anderem, bei welchen Gewerbeprodukten und Arbeitsschritten digitale Strecken genutzt werden und welche Stärken und Schwächen diese aufweisen. Die Studienautoren wollten ebenfalls wissen, welche Anbieter als Top-Akteure gelten.

Nutzer schätzen vor allem Zeitersparnis und Arbeitserleichterung

Das Ergebnis: 67 Prozent der Studienteilnehmer nutzen digitale Antragsstrecken von Maklerpools, 62 Prozent von Versicherungs-Unternehmen und 44 Prozent von Technologie- oder Softwareanbietern. Demgegenüber greifen 15 Prozent nicht auf solche Anwendungen zurück.

Die Hauptgründe der Nutzer sind Zeitersparnis und Arbeitserleichterung. Dies geben 61 Prozent beziehungsweise 41 Prozent der Anwender an. Die weiteren Motive wie Materialersparnis (neun Prozent), gute Fehlerkontrolle (acht Prozent) oder guter Marktüberblick (drei Prozent) spielen allesamt eine eher untergeordnete Rolle.

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Besonders beliebt im Bereich Betriebshaftpflicht

Digitale Antragsstrecken werden im Gewerbegeschäft vor allem für Betriebshaftpflicht-Policen (69 Prozent) und Inhaltsversicherungen (51 Prozent) verwendet. Bei Gebäude- (22 Prozent), Kfz- und Flottenversicherungen (19 Prozent) sowie Berufshaftpflicht- (16 Prozent) Versicherungen kommen sie ebenfalls zum Einsatz.

Weniger dagegen bei Rechtsschutz- (neun Prozent), Cyber- (acht Prozent) sowie Sach- und Betriebsunterbrechungs- (je sechs Prozent) Policen. Noch seltener ist der Gebrauch bei technischen Versicherungen (fünf Prozent), D&O- und Multirisk-Absicherungen (je vier Prozent) sowie Haftpflicht-, Transport- und Kredit/Kautions-Versicherungen (je drei Prozent).

Stationen werden unterschiedlich häufig genutzt

Nahezu alle Nutzer von digitalen Strecken wickeln Angebotserstellung (96 Prozent), Antragsübermittlung (94 Prozent) und Antragsgenerierung (92 Prozent) über die Anwendungen ab. Die meisten verwenden auch die Stationen „Sofortige Anzeige der Antrags- und Verkaufsdokumente“, „Bedingungsvergleiche“ und „automatischer Antragsversand“ (je 91 Prozent).

Etwas weniger gaben an, generell auf End-to-End-Policierung (71 Prozent), Einsprung aus Maklerprogrammen und Ausschreibungs-Plattformen (je 69 Prozent) zurückzugreifen. Am seltensten wird eine sofortige Policierung im Bestandsführungs-System (67 Prozent) genutzt.

Digitale Antragsstrecken - Gesamtnutzung (Bild: MRTK)
Digitale Antragsstrecken - Gesamtnutzung (Bild: MRTK)

VHV, Vema und Thinksurance sind die Favoriten

Die Riege der beliebtesten Versicherer führen die VHV Allgemeine Versicherung AG mit 41 Prozent, die R+V Allgemeine Versicherung AG mit 33 Prozent und die Axa Versicherung AG mit 30 Prozent an. Dahinter folgen die HDI Versicherung AG (27 Prozent) und die Allianz Versicherungs-AG (19 Prozent).

Recht dicht beieinander belegen die Helvetia Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft AG, Direktion für Deutschland (15 Prozent), die Basler Sachversicherungs-AG (13 Prozent) und die Hiscox SA, Niederlassung für Deutschland (elf Prozent) die weiteren Plätze. Insgesamt 17 Gesellschaften werden von mindestens drei Prozent der Studienteilnehmer genannt.

Digitale Antragsstrecken - die am häufigsten genutzten Versicherer (Bild: MRTK)
Digitale Antragsstrecken - die am häufigsten genutzten Versicherer (Bild: MRTK)

Bei den Maklerpools nutzen die befragten Makler und Mehrfachagenten am häufigsten die digitalen Strecken der Vema Versicherungsmakler Genossenschaft e.G. (30 Prozent), der Fonds Finanz Maklerservice GmbH (23 Prozent) und der Amexpool AG (zwölf Prozent). Hier erreichen 13 Akteure mindestens drei Prozent der Stimmen.

Dies gelingt auch drei Tech-Anbietern. Hier liegt die Thinksurance GmbH (acht Prozent) vorne, gefolgt von der Nafi GmbH (fünf Prozent) und der Softfair GmbH (drei Prozent).

Digitale Antragsstrecken - die am häufigsten genutzten Pool und Dienstleister (Bild: MRTK)
Digitale Antragsstrecken - die am häufigsten genutzten Pool und Dienstleister (Bild: MRTK)

Bezugsquelle

Alle Ergebnisse der Studie „Die digitale Strecke bei Gewerbeversicherungen im Maklermarkt“ sind in einer 35-seitigen Powerpoint-Dokumentation zusammengefasst. Informationen und Konditionen zum Erwerb der kostenpflichtigen Untersuchung sind bei Reiner Kieseler per E-Mail oder telefonisch unter 0162 2497777 erhältlich.

 
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