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Das erwartet der Mittelstand in Sachen bAV

25.3.2020 – Feste Ansprechpartner und transparente sowie überprüfbare Leistungen sind für Mittelständler die wichtigsten Anforderungen, wenn es um den bAV-Anbieter geht. Für die Mitarbeiter sind die Arbeitgeberbeiträge und das Betriebsrentenangebot im Allgemeinen die wichtigsten Themen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Untersuchung der Generali. Befragt wurden 200 bAV-Verantwortliche. Häufigste Kooperationspartner der KMU sind Versicherer, mit großem Abstand dahinter folgen Pensionskassen und Versicherungsmakler.

„Das Jahr 2019 verlief für die Community der betrieblichen Altersversorgung (bAV) im Hinblick auf die Erwartungen an erste Sozialpartnermodelle und reine Beitragszusagen sowie deren Praxiseinführung enttäuschend.“ Außer einem ersten Modell auf betrieblicher Ebene (VersicherungsJournal 18.10.2019) habe sich auf diesem Gebiet nichts getan.

Mit diesen Aussagen leiten die Autoren das Vorwort der Studie „Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand 2020“ ein. Die Untersuchung wurde bereits zum neunten Mal von den Generali Versicherungen und der Frankfurt Business Media GmbH (FAZ-Institut) durchgeführt.

Grundlage ist eine Umfrage nach der Cati-Methode unter 200 Personalverantwortliche mit bAV-Zuständigkeit aus deutschen Firmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern. Die Befragung durch die Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH fand im Januar statt.

Schwierigkeiten bei Pensionskassen

Mehr Bewegung gab es den Studienautoren zufolge an anderer Stelle. „So offenbarten sich neue Finanzierungslücken und neuer Reformbedarf bei einigen Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (EbAV), vor allem bei einer Handvoll Pensionskassen“ (22.1.2020, Medienspiegel 23.3.2020), wird im Vorwort weiter ausgeführt.

Zugleich habe der zementierte Niedrigzins als „New Normal“ wenig Anlass zur Hoffnung gegeben, dass ein Run der Beschäftigten und Arbeitgeber auf die bAV einsetze. Und zwar „schon gar nicht im Mittelstand, in dem der Nachholbedarf am größten ist“, so die Studienautoren.

Marktdurchdringung ist gestiegen

Dennoch hat die Marktdurchdringung im Vergleich zum Vorjahr auf allen Hierarchieebenen zugenommen. Bei den Mitarbeitern unterhalb der Führungskräfteebene ging es auf ein Fünfjahreshoch von knapp 46 Prozent aufwärts.

Nach Einbrüchen im Vorjahr verbesserte sich auch die Durchdringung im mittleren (auf fast 50 Prozent) wie auch im Top-Management (auf fast 60 Prozent).

„Im Einzelnen weisen die größeren und mittleren Betriebe mit 100 bis 500 Mitarbeitern jeweils die höchsten Anteile an bAV-Anwärtern auf“, wird in den Studienunterlagen herausgestellt.

Durchdringung (Bild: Generali)
(Bild: Generali)

Fast jeder fünfte bAV-Verantwortliche wird auf BRSG angesprochen

Der Studie zufolge wird aktuell knapp jeder fünfte (2019: 21 Prozent, 2018: acht Prozent) bAV-Verantwortliche bei Gesprächen mit der Belegschaft nach dem Betriebsrenten-Stärkungsgesetz gefragt.

Am häufigsten thematisiert von den Mitarbeitern werden – in umgekehrter Reihenfolge zum Vorjahr (9.5.2019) – der finanzielle Beitrag der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung und das bAV-Angebot ganz allgemein. Die Anteile liegt bei 70 beziehungsweise 66 Prozent.

Themen (Bild: Generali)
(Bild: Generali)

In jeweils etwa vier von zehn kleinen und mittleren Unternehmen stehen die Sicherheit der Anlage durch Garantieleistungen beziehungsweise die Flexibilität hinsichtlich der Beiträge und Auszahlungsleistungen auf der Agenda der Belegschaft. Dabei sind das Betriebsrentenangebot allgemein (72 zu 57 Prozent) und die Flexibilität (43 zu 34 Prozent) eher ein Thema für die großen als für die kleinen KMU.

Feste Ansprechpartner und transparente Leistungen erwünscht

Weiteres Ergebnis: Mehr als zwei von drei befragten Mittelständlern sind feste bAV-Ansprechpartner für ihre Firma „sehr wichtig“. Einem weiteren Fünftel ist dies immerhin noch „wichtig“.

Jeweils rund die Hälfte der Interviewten legt sehr großen Wert auf transparente und überprüfbare Leistungen des Betriebsrentenanbieters, auf die individuelle Beratung jedes Arbeitnehmers sowie darauf, dass die administrative Abwicklung komplett durch den Anbieter erfolgt.

Von nicht so großer Bedeutung sind hingegen Schulungen und Informationen durch den Produktgeber im eigenen Unternehmen sowie Nebendienstleistungen rund um ein betriebliches Gesundheitsmanagement.

Services (Bild: Generali)
 (Bild: Generali)

Versicherer bleiben gefragt

Ermittelt wurden ferner die wichtigsten Kooperationspartner des Mittelstands in Sachen betriebliche Altersversorgung. An erster Stelle liegen die Versicherungs-Gesellschaften, wie mehr als vier Fünftel angaben.

Dahinter folgen Pensionskassen und Makler mit Anteilen von knapp über beziehungsweise unter 40 Prozent (Mehrfachnennungen waren möglich). Beide Gruppen verloren leicht, wobei die Pensionskassen auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Studienreihe abrutschten. Zum Vergleich: 2011 lag der Anteil noch bei fast 60 Prozent.

Von fast jedem fünften Befragten werden branchen- beziehungsweise tarifvertragliche Versorgungswerke genannt. Deutlich nach unten zeigt die Kurve der Kreditinstitute, deren Anteil sich von 15 auf neun Prozent verminderte.

Unter diesem Link findet sich ein kostenloser Download der Studie (PDF-Datei, 32 Seiten, 957 KB).

 
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