Was Rentner bei einem Wohnortwechsel beachten sollten

11.5.2018 – Wer als Rentner den Wohnort dauerhaft wechselt und seine neue Postanschrift nicht dem für ihn zuständigen Rentenversicherungs-Träger mitteilt, muss damit rechnen, dass die Auszahlung seiner Altersbezüge eingestellt wird. Können nämlich Briefe des Rentenversicherungs-Trägers nicht zugestellt und die neue Adresse nicht ermittelt werden, wird die Rente nicht mehr überwiesen.

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Ein Umzug ist neben viel Arbeit auch mit zahlreichen Formalitäten verbunden. So müssen etwa nicht nur diverse Firmen, bei denen man Kunde ist, wie etwa Versicherer und Geldinstitute, über die neue Wohnadresse informiert werden.

Auch zahlreiche Behörden und Institutionen müssen unter Umständen vom Wohnortwechsel in Kenntnis gesetzt werden. Darunter fallen unter anderem das Einwohnermeldeamt, die Kfz-Zulassungsstelle und das Finanzamt. Aber auch die Post, um beispielsweise einen Nachsendeauftrag zu stellen.

Damit die Rente weiter überwiesen wird

Bezieher einer Rente sollten zudem nicht vergessen, ihre neue Postadresse dem zuständigen Rentenversicherungs-Träger mitzuteilen. Können nämlich dessen Briefe nicht an den Ruheständler zugestellt werden und ist die neue Anschrift nicht zu ermitteln, werden die Rentenzahlungen eingestellt.

Auf diese Weise werden nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Überzahlungen der Rente zulasten der Versicherten-Gemeinschaft vermieden. Die Rentenzahlung wird erst dann wieder aufgenommen, wenn die neue Postanschrift dem zuständigen Rentenversicherungs-Träger bekannt ist.

Einfache Wege zur Änderungsmitteilung

Die Adressänderung kann dem Rentenservice bei einem Gang in die nächstgelegene Filiale der Deutschen Post mitgeteilt werden. Das dafür notwendige Formular ist in der Regel in allen Postfilialen in Deutschland erhältlich. Man kann aber auch das entsprechende Online-Formular (PDF, 215 KB) herunterladen und es ausgefüllt und unterschrieben an den zuständigen Rentenversicherungs-Träger schicken.

Noch einfacher ist, eine Änderungsmitteilung der Adresse, aber auch der Bankverbindung, direkt im Internet beim Rentenservice der Deutschen Post vorzunehmen.

Wann eine Rentenminderung droht

Wenn man von den alten in die neuen Bundesländer umzieht, bringt der Wohnortwechsel in der Regel keine Nachteile für die Rente mit sich. Für Vertriebene und Spätaussiedler gibt es jedoch Ausnahmen. Mit der Meldung des Umzugs beim Rentenservice der Deutschen Post sind alle Formalitäten erledigt.

Eine Rentenminderung droht jedoch Beziehern von Witwen-, Witwer- oder Waisenrente mit zusätzlichem eigenen Einkommen, wenn sie von den alten in die neuen Bundesländer ziehen. Denn das Einkommen wird auf die Rente angerechnet – und die Freibeträge unterscheiden sich zwischen Ost und West.

Bis zum 30. Juni 2018 liegen die Freibeträge noch bei 783,82 (Ost) beziehungsweise 819,19 (West). Vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 sind es dann 810,22 Euro in den neuen beziehungsweise 845,59 Euro in den alten Ländern.

Fragen zum Thema Umzug und Rente beantwortet die Deutsche Rentenversicherung unter der kostenlosen Telefonnummer 0800.10004800.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Hinterbliebenenversorgung · Rente · Senioren · Zulassungsstelle
 
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