Wann die Deutschen in Rente gehen

26.11.2018 – 2017 gingen fast 760.000 Bundesbürger in Rente (wegen Alters), nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung durchschnittlich im Alter von 64,1 Jahren. Das ist fast zwei Jahre später als noch vor zwei Jahrzehnten. Fast jeder Vierte ging vorzeitig in Rente und musste dafür im Schnitt 25,7 Abschlagsmonate in Kauf nehmen.

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Im vergangenen Jahr haben insgesamt 758.819 Bundesbürger erstmals eine Rente wegen Alters bezogen. Dies zeigen aktuelle Statistikdaten der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV).

Fast jeder Vierte davon (in absoluten Zahlen 176.517 Personen) ist vor dem gesetzlich vorgegebenen Renteneintrittsalter in den Ruhestand getreten. Dabei muss eine entsprechende Minderung der Versorgungsbezüge in Kauf genommen werden (VersicherungsJournal 11.4.2016).

Abschschläge (Bild: Wichert)

Von Abschlägen betroffen

Am häufigsten gab es Abschläge bei den 140.132 Altersrenten für langjährig Versicherte. Hier war dies in über 98 von 100 Fällen der Fall. Bei den 53.257 erstmals bezogenen Altersrenten für schwerbehinderte Menschen betrug der Anteil mehr als zwei Drittel.

Bei den 319.349 Regelaltersrenten war hingegen nur etwa jeder tausendste Fall von Abschlägen betroffen. Noch geringer war der Anteil bei den 233.854 Altersrenten für besonders langjährig Versicherte (in rund jedem dreitausendsten Fall).

2017 im Schnitt 25,7 Monate Rentenabschlag

Bundesweit kamen die Neurentner und -rentnerinnen mit Abschlägen 2017 auf durchschnittlich 25,74 Abschlagsmonate. Das bedeutet im Schnitt einen Rentenabschlag von 7,8 Prozent (0,3 Prozent pro Monat).

Die aktuellen gut 25,7 Abschlagsmonate liegen leicht unter dem Niveau des Jahres zuvor, aber leicht über dem Wert aus 2015. Allerdings waren es den Daten der Deutschen Rentenversicherung zufolge zwischen 2005 und 2011 deutlich mehr – nämlich zwischen 36 und 39 Monate.

Abschlagsmonate (Bild: Wichert)

Bei den neu in Anspruch genommenen Regelaltersrenten lag die Zahl der Abschlagsmonate im Schnitt bei 23,6, bei den Altersrenten für langjährig Versicherte bei 26,4.

Renteneintritt mit durchschnittlich 64,1 Jahren

Wie aus dem statistischen Datenmaterial weiter hervorgeht, lag das durchschnittliche Eintrittsalter bei den Renten wegen Alters im vergangenen Jahr unverändert bei 64,1 Jahren. Auffällig ist, dass es in den vergangenen sechs Jahren nur zu minimalen Schwankungen gekommen ist.

Im Vergleich zu 2010 ist eine Zunahme um rund ein halbes Jahr zu beobachten, im Vergleich zu 2005 ein Plus von fast elf Monaten. Zur Jahrtausendwende lag der Wert noch um fast ein Jahr und zehn Monate Jahre niedriger.

Renteneintrittsalter (Bild: Wichert)

Auch beim Eintrittsalter zeigen sich deutliche Unterschiede je nach Art der Rente wegen Alters. Für die Regelaltersrente weist die DRV für 2017 einen Durchschnittswert von 65,3 Jahren aus. Bei den (besonders) langjährig Versicherten sind es jeweils 63,3 Jahre.

Leserbriefe zum Artikel:

Rolf Kischkat - Abschläge müssen nicht von Nachteil sein. mehr ...

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Rente · Senioren
 
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