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Versicherungskammer Bayern wirbt für Elementarschutz

9.11.2018 – Zum elften Mal lud die Versicherungskammer zum „Naturgefahren-Forum“ nach München ein. Im Fokus standen die Folgen des Klimawandels und die eigenverantwortliche Vorsorge von Bürgern, Gewerbe und Landwirtschaft. Derzeit haben in Bayern nur ein Drittel der privaten Gebäudebesitzer einen Elementarschutz abgeschlossen. Besser sieht es dagegen bei Neukunden aus.

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Die Versicherungskammer Bayern (VKB) veranstaltete am Donnerstag wieder ihr Naturgefahren-Forum mit 150 Teilnehmern in München. Hier diskutierten Politiker, Wissenschaftler und Experten des Versicherers die veränderten Klimaverhältnisse und Möglichkeiten zur Absicherung gegen diese Risiken.

Zentrale Aufgabe

Bayern sieht den Hochwasserschutz als zentrales Thema. Das Bundesland „wird hier bis 2030 insgesamt 4,8 Milliarden Euro investieren“, erklärte Professor Dr.-Ing. Martin Grambow, Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

„Dennoch kann es einen hundertprozentigen Schutz vor Hochwasser nicht geben“, so Grambow weiter. Das zeigten auch Auswertungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) immer wieder (VersicherungsJournal 10.10.2018, 24.9.2018).

Gefährdung in Bayern

Das lokale Extremwetter werde weiter zunehmen. „Das Risiko der Schäden durch Überschwemmung ist drei Mal so hoch wie die Gefahren durch Feuer“, betonte Barbara Schick, stellvertretende Vorsitzende des VKB-Vorstands und verantwortlich für die Schaden- und Unfallversicherung. Die zehn regenreichsten Gebiete in Deutschland befänden sich alle in Bayern (VersicherungsJournal 14.9.2018).

Barbara Schick (Bild: Stefan Heigl)
Barbara Schick (Bild: Stefan Heigl)

Die zunehmende Bedeutung einer eigenverantwortlichen Vorsorge mache auch der Kabinettsbeschluss der Bayerischen Staatsregierung von 2017 deutlich, erklärte Schick weiter: Unwetteropfer werden ab 1. Juli 2019 keine staatlichen Soforthilfen mehr erhalten, sofern die Immobilie versicherbar gewesen wäre. Eine Pflichtversicherung für Bayern sei dennoch nicht geplant, sagte Ministerialdirigent Grambow.

Immer noch niedrige Abschlussquoten

„Während in Deutschland heute 41 Prozent aller Gebäude mit einer Elementarschaden-Versicherung gegen Naturgefahren versichert sind, haben in Bayern bislang nur 32 Prozent der Häuser diesen elementaren Schutz“, erklärte Schick.

Als Grund für die niedrigen Abschlussquoten nannte die Vorständin, dass „viele Kunden glauben, dass der Versicherungsschutz zu teuer ist“. Eine Elementarversicherung für ein Standardhaus mit einem Wert zwischen 300.000 und 400.000 Euro koste im Jahr aber nur rund 100 Euro.

Problemlos zu versichern

Der Regionalversicherer könne bereits heute „99,8 Prozent der Gebäude in Bayern und Rheinland-Pfalz problemlos versichern“, unterstrich Schick. Für die verbleibenden 0,2 Prozent, Gebäude in der höchsten Risikozone nach dem Geographischen Informationssystem (GIS), gäbe es meist individuelle Lösungen. Dies wäre nach einer Vor-Ort-Besichtigung durch Experten und die Vereinbarung entsprechender Maßnahmen möglich.

„Solche Maßnahmen können zum Beispiel bauliche Veränderungen wie hochwassersichere Fenster und Türen sein. Und wir beraten unsere Kunden auch zur weiteren Prävention wie Rückstausicherungen oder durch unseren Unwetterwarndienst ‚Wind‘“, erläuterte die Vorständin weiter.

50 Prozent der Neukunden schließen Elementarschutz ein

Derzeit schließe die Hälfte der VKB-Kunden beim Erwerb „einer neuen Wohngebäudeversicherung den Elementarschutz mit ein. Etwas geringer fällt der Einschluss bei einer Hausratversicherung aus“, erklärte Schick.

Die Abschlussquoten in Gewerbe und Landwirtschaft lägen in Bayern mit etwas über zehn Prozent allerdings noch hinter denen von privaten Risiken. Ähnliches gelte für die Absicherung kommunaler Gebäude.

 
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