20.2.2012 (€) – Im aktuellen Map-Report 791-792 „Private Krankenversicherung: M-Rating“ bekam erneut die Debeka die höchste Punktzahl. Ebenfalls die Höchstnote „mmm“ bekamen der Deutsche Ring, die R+V, die Signal, die Alte Oldenburger und die DKV.
Das aktuelle 13. PKV-M-Rating des Map-Reports setzt sich aus einer Vielzahl einzelner Bewertungen aus den Bereichen Bilanz, Service und Vertrag zusammen. Zum Bilanzbereich mit der maximal erreichbaren Punktzahl 36 gehören die Kennzahlen Nettorendite, RfB-Quote 1 und 2, versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote, Solvabilität, Abschlusskosten- und Verwaltungskosten-Quote.
25 Punkte sind im Bereich Service möglich, der sich aus Leistungsprozessen, BaFin-Beschwerdequote, Storno, Frühstorno und einer Bewertung des Gesundheits-Managements zusammensetzt. Die verbleibenden 39 Punkte entfallen auf die Beitragsentwicklung in verschiedenen Vertragskonstellationen in der Voll- und in der Zusatzversicherung, differenziert nach Angestellten und Beamten sowie nach Bestand und Neugeschäft.
Geändertes Bewertungsraster
Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Rating an einigen Stellen modifiziert. So ist unter anderem aus dem Bilanzteil die Schadenquote herausgefallen, während im Servicebereich die Beschwerden beim PKV-Ombudsmann hinzugefügt wurden und im Vertragsteil eine Punkt-Umverteilung vorgenommen wurde. Dadurch sind die Ergebnisse „mit dem Vorjahres-Rating nicht ganz vergleichbar“, stellt Map-Report-Chefredakteur Manfred Poweleit heraus.
Keines der analysierten Unternehmen hat durch das geänderte Bewertungsraster Punkte eingebüßt, wird weiter ausgeführt. Fünf Anbieter hätten bei beiden Verfahrensweisen eine identische Punktzahl erzielt, die übrigen Gesellschaften zwischen 0,5 und vier Punkten hinzugewonnen.
Zwei neue Rating-Teilnehmer
Nachdem sich im Vorjahr erstmals die Allianz am Map-Report-Rating beteiligt hatte (VersicherungsJournal 25.1.2011), sind in der diesjährigen Auflage mit dem Deutschen Ring und der Mecklenburgischen zwei weitere Anbieter hinzugekommen. Damit steigt die Zahl der bewerteten Krankenversicherer auf 18 an, was gut 60 Prozent des Marktes repräsentiert.
Die immer noch hohe Zahl der Datenverweigerer führt die Map-Report-Redaktion auf die Betrachtung der Bestandsbeiträge zurück, was häufig als Argument für eine Nichtteilnahme genutzt werde. Dabei werde hier vom Map-Report seit über zehn Jahren bewiesen, dass die Bestandsbeitrags-Entwicklung der PKV mit der GKV konkurrenzfähig ist.
Im Schnitt über die 18 untersuchten Marktteilnehmer hat Poweleit eine Beitragserhöhung von 2011 auf 2012 bei Angestellten von 7,83 Euro errechnet. Dabei haben fünf Anbieter die Beiträge leicht gesenkt oder nicht angepasst, während die übrigen Gesellschaften zwischen zwei und 27 Euro erhöht haben.
Zwischen 2000 und 2012 betrug die jährliche durchschnittliche Beitragserhöhung des Angestellten pro Person 12,50 Euro. „Die Beitragserhöhungen über zwölf Jahre lagen mit durchschnittlich 4,1 Prozent drastisch unter den Werten, die in gelegentlich auftretenden Einzelfällen gern öffentlich ausgeschlachtet werden“, erklärt Poweleit.
Die besten Krankenversicherer
Wie in den Vorjahren erreichte die Debeka mit der höchsten Punktzahl ein „mmm“ für „langjährig hervorragende Leistungen“. Dahinter folgen weitere fünf Krankenversicherer mit der Bestnote. Der Rating-Neuling Deutscher Ring landete auf dem zweiten Rang, was der Map-Report insbesondere auf die stabilen Beiträge zurückführt. Leichte Schwächen lägen lediglich im Service-Bereich.
Die R+V und die DKV platzierten sich auch in diesem Jahr wieder in der Spitzengruppe, während die Signal und die Alte Oldenburger zu den Aufsteigern zählen. Sieben Krankenversicherer erhielten ein „mm“ für „langjährig sehr gute Leistungen“ und vier Gesellschaften ein „m“ für „langjährig gute Leistungen“.
| Note | Anbieter | Punkte gesamt | Punkte Bilanz | Punkte Service | Punkte Beiträge |
|---|---|---|---|---|---|
| Quelle: Map-Report 791-792 | |||||
| mmm | 76,70 | 31 | 19,20 | 26,5 | |
| 72,45 | 30 | 9,95 | 32,5 | ||
| 72,20 | 26 | 19,20 | 27,0 | ||
| 71,40 | 29 | 17,40 | 25,0 | ||
| 70,35 | 30 | 11,85 | 28,5 | ||
| 70,25 | 22 | 16,25 | 32,0 | ||
| mm | 65,35 | 22 | 18,85 | 24,5 | |
| 63,00 | 21 | 10,00 | 32,0 | ||
| 63,00 | 26 | 13,00 | 24,0 | ||
| 62,45 | 20 | 12,95 | 29,5 | ||
| 62,05 | 17 | 18,05 | 27,0 | ||
| 60,50 | 21 | 9,00 | 30,5 | ||
| 60,30 | 25 | 16,30 | 19,0 | ||
| m | 58,05 | 25 | 16,05 | 17,0 | |
| 57,65 | 15 | 17,65 | 25,0 | ||
| 56,70 | 12 | 16,20 | 28,5 | ||
| 56,00 | 20 | 13,00 | 23,0 | ||
| 55,10 | 18 | 16,60 | 20,5 | ||
Die ausführlichen Ergebnisse können in der 67-seitigen Untersuchung „Private Krankenversicherung: M-Rating” (Map-Report 791-792) nachgelesen werden. Sie kann für 75 Euro als gebundenes Heft beziehungsweise 65 Euro als elektronische Version per Fax (04139/7019) oder per E-Mail bestellt werden.




