So teuer ist ein vorzeitiger Rentenbeginn

27.11.2018 – Jeder vierte neue Altersrentner ist 2017 vorzeitig in den Ruhestand getreten. Die Rentenminderung belief sich im Schnitt auf 84 Euro pro Monat. Am höchsten ist der Abschlag bei den West-Männern, am niedrigsten bei den Frauen aus den alten Bundesländern. Zudem nehmen Ost-Frauen überproportional häufig vorzeitig Altersrente in Anspruch. Dies geht aus aktuellem Statistikmaterial der Deutschen Rentenversicherung Bund hervor.

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Die Bundesbürger sind im vergangenen Jahr im Schnitt mit 64,1 Jahren in Altersrente gegangen. Fast jede vierte dieser knapp 760.000 Personen (VersicherungsJournal 6.8.2018) ist vor dem gesetzlich vorgegebenen Renteneintrittsalter in den Ruhestand getreten.

Die Betroffenen mussten dafür Rentenabschläge von durchschnittlich fast 26 Monaten in Kauf nehmen. Das bedeutet im Schnitt eine Verminderung um 7,8 Prozent (0,3 Prozent pro Monat). Dies geht aus aktuellen Statistikdaten der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) hervor (VersicherungsJournal 26.11.2018).

Im Schnitt 84 Euro Rentenminderung durch Abschläge

Das DRV-Zahlenmaterial zeigt darüber hinaus, dass die Frührentner (wegen Alters) 2017 im Schnitt hinzunehmen hatten, dass ihre monatlichen gesetzlichen Ruhestandsbezüge wegen Abschlägen in Höhe von brutto 84 Euro gemindert werden.

Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag für Altersrenten mit Abschlägen lag laut Angaben bei 900 Euro. Bei den „regulären“ Altersrenten lag dieser Betrag bei 865 Euro – insgesamt waren es 873 Euro.

Unterschiede zwischen Ost und West

Bei den Zahlbeträgen gab es deutliche Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern. So bekam ein West-Frührentner wegen Alters 2017 im Schnitt brutto 101 Euro weniger Rente aufgrund von durchschnittlich 24,6 Abschlagsmonaten. Der Rentenzahlbetrag lag statistisch gesehen bei 1.138 Euro.

Bei Frauen aus den alten Ländern betrug die durchschnittliche Rentenminderung wegen Abschlägen (im Schnitt 25,9 Monate) 69 Euro. Als Zahlbetrag werden 739 Euro ausgewiesen.

Rentenminderung (Bild: Wichert)

Bei Frührentnern aus den neuen Ländern verminderten sich die gesetzlichen Altersbezüge bei 25,5 Abschlagsmonaten durchschnittlich um 87 Euro. Der Zahlbetrag wird mit im Schnitt 1.034 Euro angegeben.

Für ihre weiblichen Pendants stand eine Rentenminderung von 84 Euro zu Buche. Die Zahl der durchschnittlichen Abschlagsmonate wird mit 27,6 angegeben, der Rentenzahlbetrag mit 932 Euro.

Vor allem Ost-Frührentnerinnen mit Abschlägen

Deutliche Diskrepanzen sind auch beim Anteil der Frührentner und -rentnerinnen in Ost und West zu beobachten. So ging in den alten Ländern nicht einmal jeder fünfte Mann vorzeitig in Altersrente. In den neuen Bundesländern traf dies auf annähernd jeden vierten Mann zu.

Abschläge (Bild: Wichert)

Bei den Ost-Frauen nahm sogar weit mehr als jede dritte Altersrentnerin Abschläge in Kauf. Bei den Frauen in alten Bundesländern war dies nicht einmal bei jeder vierten Altersrentnerin der Fall.

Leserbriefe zum Artikel:

+Andre Zoellner - Hinzu kommen fehlende Rentenpunkte . mehr ...

Gerold Harrer - Für die meisten rechnet sich das. mehr ...

Andreas Nordhaus - Schnell mal mehrere Hundert Euro weniger. mehr ...

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Rente · Senioren
 
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