So hoch ist das Alterseinkommen der Senioren

13.1.2021 – Der aktuelle Alterssicherungsbericht zeigt nicht nur, wie hoch das Alterseinkommen im Durchschnitt ist, sondern auch, aus welchen Einkommensarten es sich zusammensetzt. Rund 61 Prozent der Bruttoeinkünfte der ab 65-Jährigen sind gesetzliche Renten. Zudem stammen 39 Prozent aus anderen Einkommensquellen. Dieser Anteil hat in den letzten Jahren immer weiter zugenommen.

Alle vier Jahre erscheint ergänzend zum jährlichen Rentenversicherungs-Bericht der Bundesregierung ein Alterssicherungsbericht. Der aktuelle Rentenversicherungs-Bericht 2020 zeigt den Stand von 2019 – und anhand von Modellrechnungen auch die voraussichtliche Entwicklung bis zum Jahr 2034 der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV). Der aktuelle Alterssicherungsbericht 2020 gibt Auskunft über die Höhe und die Zusammensetzung des Gesamteinkommens der ab 65-Jährigen in Deutschland, basierend auf den Daten von 2019.

Die gesetzliche Rente ist nur ein Teil der Alterseinkünfte

Im Jahr 2019 erhielten laut dem Alterssicherungsbricht rund 18,5 Millionen Bürger ab 65 Jahren eine gesetzliche Rente wie eine eigene gesetzliche Altersrente und/oder eine gesetzliche Witwen- oder Witwerrente. Allerdings leben viele Senioren nicht alleine von der gesetzlichen Rente.

Im Durchschnitt bestand 2019 das Brutto-Alterseinkommen eines ab 65-Jährigen zu 61 Prozent aus einer Alters- und Hinterbliebenenrente der gesetzlichen Rentenversicherung (2015 waren es noch 63 Prozent). Zu 14 Prozent entsprang es sonstigen Alterssicherungs-Leistungen wie der Beamtenversorgung und Zusatzversorgung im Öffentlichen Dienst.

Die restlichen 25 Prozent (2015: 23 Prozent) stammten aus sonstigen Einkommensarten wie einer betrieblichen oder privaten Altersvorsorge, Einkünften aus einer Erwerbstätigkeit, aus Vermietung oder Verpachtung oder auch einer Grundsicherung im Alter.

Viele Haushalte lagen unter dem Durchschnitts-Nettoeinkommen

Mehr als die Hälfte, nämlich 59 Prozent aller Rentnerehepaare, sowie 44 Prozent der alleinstehenden Senioren hatten neben einer Alterssicherungs-Leistung wie der gesetzlichen Rente oder Beamtenpension ein zusätzliches Einkommen wie eine private Altersvorsorge oder andere Alterseinkünfte.

Drei Prozent aller ab 65-Jährigen hatten vorletztes Jahr ein so geringes Gesamteinkommen, dass sie auf eine Grundsicherung – faktisch die Sozialhilfe im Alter – angewiesen waren.

Im Durchschnitt hatte 2019 ein Ehepaar im Alter ab 65 Jahren ein durchschnittliches Gesamtnettoeinkommen von 2.907 Euro (brutto 3.507 Euro). Bei alleinstehenden Männern waren es 1.816 Euro (brutto 2.208 Euro) und bei alleinstehenden Frauen 1.607 Euro (brutto 1.876 Euro). Der Alterssicherungsbericht zeigt zudem, dass viele Haushalte unter dem angegebenen Durchschnitts-Nettoeinkommen im Alter lagen.

Viele haben weniger als 1.500 Euro Haushaltseinkommen

So hatten im Berichtsjahr zehn Prozent aller Rentnerehepaare im Alter ab 65 Jahren ein Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.500 Euro. Bei 16 Prozent lagen die monatlichen Nettoalterseinkünfte zwischen 1.500 Euro und weniger als 2.000 Euro.

Bei 21 Prozent beliefen sie sich auf zwischen 2.000 Euro und unter 2.500 Euro und bei 18 Prozent zwischen 2.500 Euro und weniger als 3.000 Euro. 21 Prozent hatten zwischen 3.000 Euro und unter 4.000 Euro und 15 Prozent ab 4.000 Euro.

Bei den alleinstehenden ab 65-jährigen Männern hatten 17 Prozent sogar weniger als 1.000 Euro netto zur Verfügung. Jeweils 26 Prozent bezogen ein Haushaltsnettoeinkommen von 1.000 bis unter 1.500 Euro sowie zwischen 1.500 Euro und unter 2.000 Euro.

15 Prozent bekamen Alterseinkünfte in Höhe von 2.000 Euro bis 2.500 Euro, acht Prozent zwischen 2.500 Euro und unter 3.000 Euro, sechs Prozent zwischen 3.000 Euro und unter 4.000 Euro. Nur drei Prozent hatten mehr als 4.000 Euro. Noch niedriger waren die Alterseinkünfte der alleinstehenden Frauen im Seniorenalter.

Niedrigere Einkünfte bei den Frauen

Von allen alleinstehenden ab 65-jährigen Frauen hatten 16 Prozent weniger als 1.000 Euro Haushaltsnettoeinkommen. 33 Prozent bezogen zwischen 1.000 bis unter 1.500 Euro sowie 30 Prozent zwischen 1.500 Euro und unter 2.000 Euro netto.

Zwölf Prozent bekamen Alterseinkünfte in Höhe von 2.000 Euro bis unter 2.500 Euro. Fünf Prozent erhielten zwischen 2.500 Euro und unter 3.000 Euro, drei Prozent zwischen 3.000 Euro und weniger als 4.000 Euro und ein Prozent hatte mehr als 4.000 Euro netto.

 
WERBUNG
WERBUNG
Wie gehen Sie mit dem zunehmenden Effizienzdruck um?

Die neue BVK-Studie deckt die Erfolgsfaktoren des Versicherungsvertriebs auf und zeigt Ihnen, wie auch Sie Ihren Betrieb effizienter gestalten und sich für die Zukunft wappnen können.

Mehr Informationen erhalten Sie unter diesem Link...

WERBUNG
VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.de
  • Xing – über den Verlag
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
WERBUNG
Inserieren im Anzeigenmarkt

Das VersicherungsJournal ist eines der meistgelesenen Medien in der Branche, siehe Mediadaten.

So finden Sie zielsicher Ihre neuen Mitarbeiter, Arbeitgeber oder Geschäftspartner. Nutzen Sie die schnelle und direkte Zielgruppenansprache zu günstigen Konditionen. Gesuche werden kostenlos veröffentlicht.

Erteilen Sie hier Ihren Anzeigenauftrag für Angebote und Verschiedenes oder Gesuche, oder lassen sich persönlich beraten!

Beachten Sie auch die Seite Aktuelles für Stellenanbieter.

Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu. Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.de.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.de.

WERBUNG
Verkaufssituationen erfolgreich gestalten

„Der doofe Kunde hat wieder mal nicht unterschrieben!“

Und welche Ausrede nutzen Sie? Wie man Kunden auf Augenhöhe begegnet, erfahren Sie unter diesem Link.

Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
13.8.2018 – Dass die gesetzliche Rentenversicherung Hinterbliebene nur bedingt finanziell absichert, verdeutlicht eine aktuelle Statistik. Sie zeigt, wie hoch die durchschnittliche gesetzliche Hinterbliebenenrente war, die Betroffenen 2017 erstmals zugesprochen wurde. (Bild: Pixabay CC0) mehr ...
 
27.7.2020 – Für gesetzlichen Hinterbliebenenrenten hat sich ab Juli der Freibetrag für zusätzliche Einkünfte wie Arbeitseinkommen und Mieteinnahmen erhöht. Wird die Grenze jedoch überschritten, kürzt die Rentenversicherung die Versorgung teilweise. (Bild: Margrit, Pixelio.de) mehr ...
 
2.7.2019 – Zum 1. Juli wurden aufgrund der jährlichen Rentenanpassung nicht nur die Rentenbezüge angehoben. Auch die Bezieher einer gesetzlichen Hinterbliebenenrente dürfen mehr als bisher dazuverdienen, ohne dass es zu Abzügen bei ihrer Rente kommt. (Bild: Pixabay CC0) mehr ...
 
2.11.2018 – Beim Rentenpaket nehmen CDU/CSU und SPD jetzt Kurs auf die letzten Hürden. Die endgültige Entscheidung durch den Deutschen Bundestag ist bereits terminiert. (Bild: Pixabay, CC0) mehr ...
 
29.6.2018 – Im Rahmen der jährlichen Rentenanpassung zum 1. Juli eines Jahres ändert sich auch der Freibetrag, bis zu welchem Bezieher einer gesetzlichen Witwen- oder Witwerrente hinzuverdienen dürfen, ohne dass es zu einem Rentenabzug kommt. (Bild: Pixabay CC0) mehr ...
 
18.6.2018 – Bei einer Scheidung werden oft nicht nur das Hab und Gut, sondern auch Renten- und Altersversorgungs-Ansprüche, die der jeweilige Ehepartner während der Ehe erworben hat, aufgeteilt. Letztendlich wirkt sich dies spürbar auf die spätere Rente aus. (Bild: Pixabay CC0) mehr ...
 
19.3.2018 – Die Linksfraktion hat mit ihrem Antrag zur sozialen Lage und Absicherung von Selbstständigen im Bundestag die Initiative übernommen. Die neuen alten Koalitionspartner reagierten in der Bundestagsdebatte mit unterschiedlichen Akzenten. (Bild: Brüss) mehr ...
 
21.12.2017 – Im Rentenrecht treten im neuen Jahr diverse Veränderungen in Kraft, die die Deutsche Rentenversicherung Bund jetzt aufgelistet hat. Dies gilt unter anderem für freiwillige Zahlungen in die Rentenkasse, die Altersgrenzen für die Rente mit 63 und 67 sowie die Erwerbsminderungsrente. (Bild: Pixabay CC0) mehr ...
WERBUNG