So hat sich das PKV-Zusatzgeschäft entwickelt

20.6.2019 – Während der Vollversicherungs-Bestand im vergangenen Jahr erneut rückläufig war, haben die privaten Krankenversicherer den Zusatzversicherungs-Bestand erneut leicht ausbauen können. Auf Zwölfjahressicht betrachtet gab es einen Zuwachs um fast 40 Prozent.

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Die privaten Krankenversicherer hatten im vergangenen Jahr bereits zum siebten Mal in Folge einen Rückgang des Vollversicherten-Bestands hinzunehmen (VersicherungsJournal 17.6.2019). In der Zusatzversicherung konnte die Branche hingegen ein weiteres Mal eine Steigerung erzielen.

Nach vorläufigen Zahlen des Verbands der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) erhöhte sich der Bestand an Zusatzpolicen um zwei Prozent auf erstmals über 26 Millionen. Seit 2006 hatte die PKV-Branche hier einen Zuwachs von über 40 Prozent zu verzeichnen.

Bestandsentwicklung (Bild: Wichert)

Zahntarife bleiben stärkste Zusatzversicherungs-Formen

Anders als in den Vorjahren, sind in dem aktuellen Rechenschaftsbericht 2018/2019 keine Tabellen mit konkreten Zahlen zu den verschiedenen Zusatzversicherungs-Formen enthalten. Aus dem Datenmaterial geht lediglich hervor, dass es sich bei mehr als drei Vierteln der Zusatzpolicen um solche handelt, die in der Regel nur von gesetzlich Versicherten abgeschlossen werden.

Den Angaben zufolge konnten die Anbieter den Bestand erneut in fast allen Zusatzversicherungs-Arten ausbauen. Bei über 16 Millionen Zusatzpolicen handelt es sich um Zahntarife, bei fast acht Millionen um ambulante Tarife.

Leichte Steigerung bei den Pflegezusatzpolicen

In der Publikation finden sich vereinzelte weitere Zahlen zum Geschäftsverlauf 2018. So wird die Zahl der Personen mit einer privaten Pflegezusatz-Versicherung mit 3,66 (2017: 3,57) Millionen angegeben. Dies entspricht einem Anteil von gerade einmal 4,5 Prozent der etwa 82 Millionen Pflegepflicht-Versicherten, rechnet der PKV-Verband vor.

Die vorgenannte Zahl versteht sich inklusive der staatlich geförderten Pflegezusatz-Versicherungen (Pflege-Bahr). Deren Bestand wird auf 878.100 Verträge taxiert. Das sind gut 44.000 Policen beziehungsweise rund fünf Prozent mehr als zum Jahresende 2017.

Pflege-Bahr (Bild: Wichert)

Die Wachstumsdynamik hat sich weiter verlangsamt. 2017 gab es noch eine Steigerungsrate von sieben Prozent, im Jahr davor immerhin noch von einem Siebtel (VersicherungsJournal 16.10.2017). In den Jahren davor hatten die Zuwachsraten noch bei über einem Viertel (VersicherungsJournal 31.10.2016) beziehungsweise bei mehr als der Hälfte gelegen (VersicherungsJournal 22.10.2015).

Es bleibt festzustellen, dass der Bestand auch fünf Jahre nach der Einführung noch immer nicht das Volumen erreicht hat, das Branche und Politik allein für das Jahr 2013 erwartet hatten (VersicherungsJournal 1.11.2012).

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Pflege-Bahr · Pflegezusatzversicherung · Private Krankenversicherung
 
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