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So gut sind die größten Gegenseitigkeits-Lebensversicherer

3.12.2019 – Im Rahmen seiner Analysen „Was machen die Lebensversicherer mit dem Geld ihrer Kunden?“ hat Professor Dr. Hermann Weinmann die zwölf größten Lebensversicherungs-Unternehmen aus dem Lager der Vereine auf Gegenseitigkeit untersucht. Dabei schnitt die Hannoversche wie im Vorjahr als einziges Unternehmen „betriebswirtschaftlich sehr stark“ ab und gewinnt auch das „Verbraucherurteil“.

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Hermann Weinmann (Bild: Hochschule Ludwigshafen am Rhein)
Hermann Weinmann
(Bild: Hochschule
Ludwigshafen am Rhein).

Die Qualität der nach Beitragseinnahmen 2018 zwölf größten Gegenseitigkeits-Lebensversicherer aus Verbrauchersicht hat Professor. Dr. Hermann Weinmann von der Hochschule Ludwigshafen am Rhein untersucht. Das berichtet das Handelsblatt.

In den aktuellen Vergleich einbezogen wurden wie im Vorjahr (VersicherungsJournal 17.12.2019) die Versicherungsvereine:

Außerdem sind als Tochterunternehmen von Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit dabei:

Die Analyse sei am Sonntag in der Zeitschrift für Versicherungswesen veröffentlicht worden, schreibt das Handelsblatt.

Details zur Methodik der Untersuchung nennt die Zeitung nicht. In den Vorjahren hatte Weinmann den betriebs-wirtschaftlichen Erfolg der Lebensversicherer an fünf gleich gewichteten Kennzahlen festgemacht:

  • eine Rohüberschuss-Marge,
  • Kapitalerträge unter Berücksichtigung der Dotierung der Zinszusatzreserve in Relation zu den Kapitalanlagen,
  • eine erweiterten Betriebskosten- und Abschlusskostenquote nach „individueller Abwägung“,
  • ein Risikoergebnis ohne Risiko-Direktgutschrift in Relation zu den Kapitalanlagen und
  • Bewertungsreserven in Relation zu den Kapitalanlagen.

Hannoversche betriebswirtschaftlich „sehr stark“

Wie vor einem Jahr erhält die Hannoversche als einziger Gegenseitigkeits-Lebensversicherer die betriebswirtschaftliche Bewertung „sehr stark“.

Nur ein (Vorjahr zwei) Verein sei stark und vier (drei) der zwölf Gesellschaften seinen „betriebswirtschaftlich schwach“, die übrigen sechs lägen dazwischen.

Das habe es bisher nicht gegeben, zitiert das Handelsblatt den Wissenschaftler.

Die Hannoversche liegt auch aus Verbrauchersicht vorn

Neben der betriebs-wirtschaftlichen Stärke und der Finanzkraft bewertet Weinmann auch, in welchem Maß die Kunden am Erfolg ihres Vertragspartners teilhaben. Die Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Rohüberschüssen war in den vergangenen Jahren sehr unterschiedlich und zudem schwankend.

Aus allen Kennzahlen leitet der Professor eine Verbrauchernote ab. Auch hier führt die Hannoversche das Feld der zwölf untersuchten Lebensversicherer an. Mit der diesjährigen Note von 1,0 („sehr gut“) hat sie das Vorjahresresultat von 1,3 übertroffen.

Die LV 1871 hat ihren zweiten Platz aus dem Vorjahr mit der Note 2,0 („gut“) bestätigt. Als „befriedigend“ werden Alte Leipziger (unverändert), Volkswohl Bund (Vorjahr „ausreichend“), Stuttgarter (unverändert), Gothaer („gut“), Continentale (unverändert) sowie LVM (unverändert) eingestuft.

Auf „ausreichend“ kamen Signal Iduna (unverändert), Debeka (Vorjahr (befriedigend“), WWK (unverändert) und Huk-Coburg („gut“).

Ein Auf- und drei Absteiger

Einziger Aufsteiger ist also der Volkswohl Bund. Die Absteiger sind Debeka, Gothaer und Huk-Coburg.

„Für das Geschäftsjahr 2018 ist die Benotung einiger Versicherungsvereine wenig erbauend, und der eine oder andere große Versicherungsverein scheint gegenüber der Konkurrenz an Boden zu verlieren“, zitiert das Handelsblatt aus der Analyse.

Weiter heißt es dort, die Ergebnisse mahnten zur Wachsamkeit und im Einzelfall zu einer Unternehmensführung, die „in diesen Zeiten nicht vor radikalen Maßnahmen bis hin zum Tabubruch zurückschrecken darf“.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Geschäftsbericht · Lebensversicherung · Zinszusatzreserve
 
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