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Nur ein Sieger im Vergleich der privaten Krankenversicherer

18.9.2018 – Die LVM Krankenversicherung hat als einziger von 32 untersuchten Anbietern die Höchstnote im diesjährigen Ascore-Scoring erhalten. Grundlage der Berechnung sind 16 Kennzahlen, überwiegend aus den Geschäftsberichten 2015 bis 2017.

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Die Ascore Das Scoring GmbH hat die deutschen privaten Krankenversicherer erneut einem Scoring unterzogen. Grundlage der Auswertung sind Kennzahlen von 32 Unternehmen, für die im Wesentlichen die Geschäftsberichte 2015 bis 2017 sowie die Solvabilitätsberichte ausgewertet wurden.

Einmal sechs Sterne

Daraus wurden 16 (Vorjahr: 15) Kennzahlen für die Bewertung herangezogen und in Sterne umgerechnet. Mit dem höchsten Ergebnis von sechs Sternen ging nur die LVM Krankenversicherungs-AG aus der Benotung hervor. Sie lag bereits im letzten Jahr allein an der Spitze (VersicherungsJournal 20.9.2017).

Dahinter rangieren wie im Vorjahr die Arag Krankenversicherungs-AG, die Hallesche Krankenversicherung a.G., die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG, die R+V Krankenversicherung AG, die Signal Iduna Krankenversicherung a.G. sowie die Universa Krankenversicherung a.G.

Ascore-Unternehmensscoring 2018 der privaten Krankenversicherer

Unternehmen

2018 *

2017 *

LVM

6,0

6,0

Arag

5,5

5,5

Hallesche

5,5

5,5

Hansemerkur

5,5

5,0

Inter

5,5

5,0

Provinzial

5,5

5,5

R+V

5,5

5,5

Signal

5,5

5,5

Universa

5,5

5,5

Einige Versicherer haben sich verbessert

Neu in der Spitzengruppe mit mindestens 5,5 Sternen sind die Hansemerkur Krankenversicherung AG und die Inter Krankenversicherung AG, die sich um einen halben Punkt verbessert haben. Die Münchener Verein Krankenversicherung a.G. fiel um einen halben Punkt auf 5,0 zurück.

Neben der LVM mit sechs und den acht (Vorjahr: sieben) Unternehmen mit 5,5 Sternen erzielten vier (sieben) Gesellschaften 5,0 Sterne, ebenso viele (fünf) erreichten 4,5 Sterne. Eine drei vor dem Komma erhielten acht (sechs) Versicherer. Das Schlusslicht des letzten Jahres, die Württembergische Krankenversicherung AG, hat sich auf 3,5 (Vorjahr: 2,5) Sterne verbessert.

Insgesamt haben 13 Unternehmen eine andere Note als im Vorjahr erhalten. Fünf haben sich verbessert und acht verschlechtert.

16 Kennzahlen in der Bewertung

Die 16 für die Bewertung herangezogenen Kriterien umfassen die Bereiche „Erfahrung“, „Sicherheit, „Erfolg“ und „Bestand“.

Für jede Kennzahl wurde eine Benchmark definiert. Diese kann um eine ebenfalls von Ascore festgelegte Toleranz über- beziehungsweise unterschritten werden. Wird die Hürde unter Berücksichtigung der Toleranz erfüllt, erhält der Versicherer jeweils einen Punkt. Wie gut der vorgegebene Maßstab erfüllt wird, bleibt unberücksichtigt.

So reicht zum Beispiel eine Verwaltungskostenquote von 2,9 Prozent aus, um den Score zu erfüllen. Die von manchen Versicherern erreichten geringeren Werte führen zu keiner besseren Bewertung. Tatsächlich fällt teilweise weniger als die Hälfte der Kosten an. Das zeigt der „Map-Report 903 – Bilanzanalyse Private Krankenversicherung 2008 bis 2017“ (VersicherungsJournal 11.9.2018).

Wird die Messlatte verfehlt, gibt es von Ascore keine Punkte. Das Unterschreiten einer Benchmark kann auch nicht durch eine Übererfüllung bei einem anderen Kriterium kompensiert werden.

Ascore-Scoring Krankenversicherungs-Unternehmen

Kriterien

Kriterien-Erläuterung

Benchmark 2018 *

Benchmark 2017 *

Erfahrung

Verdiente Bruttobeiträge in Euro

Verdiente Bruttobeiträge im Geschäftsjahr

295 Mio.

295 Mio.

Gründungsjahr

Versicherer ist mindestens 20 Jahre am Markt (Angabe Gründungsjahr)

1997

1995

Sicherheit

Eigenkapital-Quote (3-Jahres-Durchschnitt)

Eigenkapital zuzüglich Sonderposten mit Rücklagenanteil, nachrangige Verbindlichkeiten im 3-Jahres-Durchschnitt [in Prozent]

13,30

13,30

RfB-Quote (3-Jahres-Durchschnitt)

RfB-Quote gemäß PKV Kennzahlenkatalog im 3-Jahresdurchschnitt [in Prozent]

39,00

39,00

RfB-Zuführungs-Quote (3-Jahres-Durchschnitt)

RfB-Zuführungs-Quote gemäß PKV Kennzahlenkatalog im 3-Jahres-Durchschnitt [in Prozent]

10,40

10,40

Überschussverwendungs-Quote (3-Jahres-Durchschnitt)

Überschussverwendungs-Quote gemäß PKV Kennzahlenkatalog im 3-Jahres-Durchschnitt [in Prozent]

85,00

85,00

Solvabilitäts-Quote II (Netto SCR-Quote **)

Die Solvabilitätsquote drückt aus, inwieweit die Eigenmittel die gesetzlichen Solvabilitäts-Anforderungen überschreiten.

300,00

300,00

Erfolg

Versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote (3-Jahres-Durchschnitt)

Versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote (VEQ) gemäß PKV Kennzahlenkatalog im 3-Jahres-Durchschnitt [in Prozent]

11,40

11,40

Abschlusskostenquote (3-Jahres-Durchschnitt)

Abschlusskostenquote (AKQ) gemäß PKV Kennzahlenkatalog im 3-Jahres-Durchschnitt [in Prozent]

7,90

8,10

Verwaltungskostenquote (3-Jahres-Durchschnitt)

Verwaltungskostenquote (VKQ) gemäß PKV Kennzahlenkatalog im 3-Jahres-Durchschnitt [in Prozent]

2,90

2,90

Nettoverzinsung (3-Jahres-Durchschnitt)

Nettoverzinsung der Kapitalanlage gemäß PKV Kennzahlenkatalog im 3-Jahres-Durchschnitt [in Prozent]

3,40

3,40

Differenz laufend Durchschnitts-Verzinsung zum Rechnungszins

Differenz der laufenden Durchschnitts-Verzinsung zum durchschnittlichen Rechnungszins [in Prozent]

0,00

-

Bewertungsreserve-Quote

Bewertungsreserven im Verhältnis zum mittleren Kapitalanlagebestand im Geschäftsjahr [in Prozent]

18,46

11,90

Bestand

Veränderung des verdienten Bruttobeitrags im Bestand

Veränderung des verdienten Bruttobeitrags des selbst abgeschlossenen Geschäfts im Bestand [in Prozent]

3,20

11,40

Veränderung versicherte Personen im Bestand

Veränderung der versicherten natürlichen Personen im Bestand [in Prozent]

0,22

8,10

Schadenquote (3-Jahres-Durchschnitt)

Schadenquote im 3-Jahres-Durchschnitt [in Prozent]

79,80

2,90

Grundlage sind die Geschäfts- und SFCR-Berichte

Die Daten für das Scoring stammen aus den Geschäfts- und SFCR-Berichten der Unternehmen bis zum Geschäftsjahr 2017. Erstmals wurde die Kennzahl „Differenz der laufenden Durchschnittsverzinsung zum durchschnittlichen Rechnungszins“ bewertet.

Zur laufenden Durchschnittsverzinsung wird angemerkt: „Diese Kennzahl zeigt auf, wie gut ein Versicherer anlegt, wobei hierbei allerdings nur die laufenden Kapitalanlagenerträge und -aufwendungen berücksichtigt werden. Um Schwankungen auszugleichen, wird der Mittelwert über die letzten drei Jahre betrachtet.“

Die Relevanz der neuen Kennzahl begründet Ascore-Geschäftsführerin Ellen Ludwig so: „Ist die laufende Durchschnittsverzinsung des Geschäftsjahres kleiner als der durchschnittliche Rechnungszins des Unternehmens, so wäre dies ein Indikator für zukünftig notwendige für Beitragserhöhungen.“

Im Bereich der Kosten kann man im positiven Sinne von einer Stagnation sprechen.

Ellen Ludwig, Geschäftsführerin Ascore das Scoring GmbH

Überblick zur Marktentwicklung

In einem Überblick zur Marktentwicklung schreibt Ascore weiter: „Insgesamt war das Geschäftsjahr 2017 für die Krankenversicherer ein stabiles Jahr. Viele Kennzahlen sind im Durchschnitt auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr.

Die versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote, die bei sehr niedrigem Wert ein Indikator für bevorstehende Beitragserhöhungen ist, konnte branchenweit gegenüber dem Vorjahr von 11,89 Prozent auf 13,96 Prozent gesteigert werden. Die Kosten schlagen insofern positiv zu Buche, da sowohl die Abschluss- und auch die Verwaltungskosten gegenüber den Vorjahren leicht gesenkt wurden.

Bei der Betrachtung der Solvency-II-Quote gibt die PKV-Branche ein sehr stabiles Bild ab. Nur eine von 32 Gesellschaften nahm Übergangsmaßnahmen und Volatilitätsanpassung in Anspruch, eine weitere nur Übergangsmaßnahmen und drei Gesellschaften nutzten die Möglichkeit der Volatilitätsanpassung. Die Nettoquoten befinden sich in sicherem Fahrwasser zwischen 168 Prozent und 903 Prozent (VersicherungsJournal 14.6.2018).

Weitere Kennzahlen „außer Konkurrenz“

Neben den für das Ergebnis der Bewertung maßgeblichen Faktoren werden im Rahmen des Scorings zahlreiche weitere Kennzahlen „außer Konkurrenz“ mitgeliefert.

Die Liste aller bewerteten Unternehmen und deren Score-Wert bietet Ascore auf seiner Rechnerseite an. Die Detailergebnisse der einzelnen Unternehmen werden kostenpflichtig herausgegeben.

 
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