Neupreisentschädigung wird immer länger gezahlt

12.10.2021 – Pünktlich zur Hauptfälligkeit in der Kraftfahrtversicherung wird wieder an den Tarifen „geschraubt“. Im Fokus der Produktentwickler stehen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, die Dauer der Entschädigung bei Totalschaden oder Diebstahl und auch Services.

Die Helvetia Versicherungen erweitern mit der „Kfz-Versicherung AutoCare“ ab 1. November die Leistungen für Wohnmobile und Krafträder sowie im Autoschutzbrief. Mit der neuen Zweitwagenregelung können Fahrzeuge wie Pkw, Krafträder, Leichtkrafträder und -roller, Trikes, Quads, Wohnmobile, Lkw und Lieferwagen im Werkverkehr sowie landwirtschaftliche Zugmaschinen in die gleiche Schadenfreiheitsklasse des Erstwagens eingestuft werden (maximal in Klasse 5).

Helvetia: Zweitwagenregelung auch für Flotten

Voraussetzung für die Zweitwagenregelung ist, dass der Erstwagen mindestens in der Schadenfreiheitsklasse 1 bei der Helvetia versichert ist oder spätestens zur nächsten Hauptfälligkeit versichert wird. Die neue Regelung gilt für Privat- und Firmenkunden – und auch für kleinere Flotten.

Neu ist, dass für Krafträder und Wohnmobile Eigenschäden des Versicherungsnehmers durch eine mitversicherte Person in der Kfz-Haftpflichtversicherung gedeckt sind. Die Neupreis- und Kaufpreisentschädigung gilt bis zwölf Monate nach Kauf bei Totalschaden oder Diebstahl im „Komfort-Tarif“.

Die Tarifierung für Wohnmobile wurde vereinfacht und ist bis zu einer Zeichnungsgrenze von 350.000 Euro möglich. Der Schutz für Wohnmobile kann um eine „Fahrerschutzversicherung“ und die „GAP-Deckung für leasing- und kreditfinanzierte Fahrzeuge“ ergänzt werden.

VHV weitet Elementardeckung aus

Beim „VHV Flotte-Garant 1+“ hat die VHV Allgemeine Versicherung AG besonders für Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieb die Leistungen erweitert. In der Vollkaskoversicherung ist der Akku gegen Beschädigung, Zerstörung, Verlust oder Totalschaden durch jegliche Ereignisse, denen der Akku ausgesetzt ist (All Risk), versichert. Ausgenommen sind nur wenige benannte Ausnahmen.

In der Teilkaskoversicherung sind zudem spezifische Fahrzeug- und Zubehörteile wie Wallboxen, Ladekarte und -kabel sowie das mobile Ladegerät mitversichert. Bei einem Totalschaden übernimmt die VHV die Entsorgungskosten für Antriebsakkus. Überspannungsschäden an eigenen Wallboxern während des Ladevorgangs werden ersetzt.

Für alle Fahrzeugtypen gilt eine Neupreisentschädigung bis 24 Monate nach Erstzulassung bei Erstbesitz sowie eine Kaufpreisentschädigung für Gebrauchte bis 24 Monate nach Erwerb. Zudem wurde die Deckung von Elementarschäden auf Schäden durch Erdbeben, Erdfall und Vulkanausbruch sowie Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung, Lawine und Muren erweitert. Folgeschäden von Tierbissen sind nun bis 10.000 Euro mitversichert. Bei Glasbruchschäden werden Vignetten bis 50 Euro erstattet.

VHV zahlt mehr für Folgeschäden bei Kurzschluss

Im „Exklusiv-Paket für Pkw“ beträgt die Neupreisentschädigung bis zu 36 Monate nach Erstzulassung bei Erstbesitz und die Kaufpreisentschädigung für Gebrauchtwagen bis 36 Monate nach Erwerb. Geleistet werden zudem Überführungskosten bis 1.000 Euro.

In diesem Tarif werden Kurzschluss-Folgeschäden an angrenzenden Aggregaten (zum Beispiel Lichtmaschine, Batterie, Anlasser) bis 20.000 Euro. Die Versicherung von Tierbissschäden-Folgeschäden läuft bis 20.000 Euro.

Im Tarif „Flotte-Garant 1+“ sind seit 1. Oktober Pkw erst ab einer Motorleistung von 350 kW – statt der bisherigen 300 kW – anfragepflichtig. Der aktuelle maximale Wert (Zeitwert) bleibt bei 130.000 Euro. Zudem wurde die Anfragepflicht für Kasko auf ein Fahrzeugalter von 25 (vorher 20) Jahren heraufgesetzt.

Basler deckt neuartige Risiken

Die Basler Sachversicherungs-AG versichert mit ihrem zum 1. Oktober aktualisierten Tarif „All-in“ Schäden durch autonomes Fahren, Hacker-/Cyberangriff sowie Systemversagen. Dies führt zu keiner Rückstufung im Schadenfall. Darüber hinaus werden nach einem Hacker- oder Cyberangriff auf die Fahrzeugsoftware die Kosten für deren Umprogrammierung beziehungsweise das Aufspielen neuer Software bis zu 1.000 Euro ersetzt.

Für Elektro- und Hybridfahrzeuge können die Leistungen in der Kaskoversicherung durch den Baustein „ElektroSchutz“ erweitert werden. Diese All-Risk-Deckung für den Akku sei ohne Mehrkosten, wird versprochen. Für den Akku gilt die 24-monatige Neupreisregelung. Muss der Akku ausgetauscht werden, übernimmt die Basler auch alle erforderlichen Einbau- und Gerätekosten.

Über die üblichen Gefahren der Teil- und Vollkasko hinaus sind Elektro- und Hybrid-Pkw zusätzlich gegen den Diebstahl des Ladekabels (beim Ladevorgang oder unter Verschluss) sowie gegen Folgeschäden durch einen defekten Akku an Aggregaten (bis 5.000 Euro in der Teilkasko) versichert.

Mitversichert sind zudem Schäden an der mobilen Ladestation (bis 1.000 Euro), der Wallbox bei fester Verbindung mit dem Gebäude und Entsorgungskosten des Akkus (bis 3.000 Euro). Die Summe von 5.000 Euro für Kurzschlussfolgeschäden gilt darüber hinaus für alle Ursachen und bei allen Pkw im „All-in“ – also auch bei Benzinern und Dieseln.

Basler bietet Option für den Neupreis-Schutz

Mit „AutoSchutz 48“ kann die 24-monatige Neu- beziehungsweise Kaufwertentschädigung im „All-in“ ergänzt werden. Gegen eine Jahresprämie von 49 Euro erhält man vier Jahre lang das Recht, bei einem Totalschaden oder bei Zerstörung des Fahrzeuges als Entschädigungsleistung bis zu 20.000 Euro mehr als den Wiederbeschaffungswert zu erhalten.

Assistanceleistungen sind in jeder Teil- oder Vollkasko beitragsfrei inbegriffen. Die „Basler Assistance“ bietet europaweit kostenfreie Pannen- und Unfallhilfe. Sie übernimmt die Kosten für einen Mietwagen, wenn der Schadenfall weiter als 50 Kilometer von zu Hause eintritt. Alternativ werden die Kosten für eine Rückfahrt per Bahn oder die Unterbringung im Hotel bezahlt.

Der Tarif beinhaltet eine „BestandsGarantie“, die im Falle einer Umdeckung eines Pkw zur Basler Leistungen aus dem Vorvertrag garantiert, die bei der Basler in der entsprechenden Versicherungsart nicht versichert sind.

Admiraldirekt mit grünen Mehrleistungen

Die Admiraldirekt.de GmbH zahlt Kunden des Kfz-Tarifs mit der „bessergrün-Option“ 2.000 Euro zusätzlich, wenn sie sich nach einem Totalschaden oder Diebstahl für ein E-Auto oder Wasserstofffahrzeug anstelle eines spritbetriebenen Pkw entscheiden. Ladekarten sind bei unberechtigter Nutzung (bis 100 Euro) in der nachhaltigen Option mitversichert, ebenso der Diebstahl des Ladekabels während des Ladevorgangs.

In „Premium“ gilt für E-Autos eine All-Risk-Deckung, die alle Gefahren versichert, durch die der Akku zerstört werden kann. Der Akku ist in allen Kasko-Tarifen mitversichert. Kunden, die sich für den „Komfort-“oder „Premium“-Tarif entscheiden, profitieren zusätzlich vom Verzicht auf Abzug neu für alt. Wallboxen sind in allen Kasko-Tarifen abgesichert.

Der zu den Itzehoer Versicherungen gehörende Direktversicherer hat die Neupreis- beziehungsweise Kaufpreisentschädigung im „Premium“-Tarif auf 36 Monaten erhöht. Im Falle eines Totalschadens oder Diebstahls wird der volle Neupreis zurückerstattet.

Die Neupreis- beziehungsweise Kaufpreisentschädigung gilt ab der Teilkaskoversicherung. Der Mietwagenschutz im Urlaubsland wurde auf bis zu zwei Monate pro Anmietung verlängert.

 
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