Neue Fondspolice zeigt klare Linie bei Kosten und Flexibilität

5.11.2018 – Die Swiss Life hat Anfang Oktober eine neue Rentenversicherung auf den Markt gebracht, die in zwei Varianten erhältlich ist. Die Fondspolice „Swiss Life Investo“ hat eine in sich stimmige Konstruktion, die perfekt auf die Zielgruppe der kostenoptimierten Anleger passt, meint Makler Philip Wenzel in seiner Analyse. Highlights sind eine Startdynamik, der fondsgebundene Rentenbezug sowie eine Lösung, die die Anlage für Eltern interessant macht.

Eine Berufsunfähigkeits- (BU-) Versicherung zahlt dem Versicherten eine Rente, damit er seine Ausgaben auch dann bedienen kann, wenn er kein Einkommen mehr erzielt. Die Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden, liegt nach der Meinung vieler bei 25 Prozent. Das ist eine ganze Menge.

Philip Wenzel (Bild: Privat)
Philip Wenzel (Bild: Privat)

75 Prozent werden es demnach gesund in die Rente schaffen. Spätestens dann hat man aber das Problem, seine laufenden Ausgaben mit weniger Einkommen bedienen zu müssen.

Will man also seine Ausgaben absichern, darf man nicht nur sein Erwerbsleben im Blick haben. Der Versicherungsvermittler sollte daher auch ein paar Rentenversicherungen am Markt kennen, um den Bedarf und das Bedürfnis seiner Kunden decken zu können.

Zu 100 Prozent in Fonds investiert

Mit der Fondspolice „Swiss Life Investo“ der Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland ist Anfang Oktober ein neuer Tarif in zwei Varianten auf den Markt gekommen, der gleich mehrere Anforderungen an eine moderne Rentenversicherung erfüllt. Der Tarif passt sicherlich nicht zu jedem, denn er verfolgt eine klare Linie: niedrige Kosten und hohe Flexibilität.

Das hört sich zunächst hervorragend an, aber niedrige Kosten bedeutet in der Konsequenz auch, dass es keinerlei Garantien geben darf. Und tatsächlich ist „Investo“ immer zu 100 Prozent in Fonds investiert.

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Varianten „Aktiv“ und „Komfort“

Wer sich auskennt, darf sich in der „Aktiv“-Variante im Fondsuniversum der Swiss Life mit beinahe 140 verschiedenen Fonds austoben. Es können bis zu 20 Fonds in Ein-Prozent-Schritten bespart und verwaltet werden. Von den Fonds sind 79 institutionell und 29 ETF. Dadurch gewährleistet der Tarif auch über die Länge der Laufzeit geringe Kosten.

Wer sich nicht auskennt oder keine Lust dazu hat, darf sich in der „Komfort“-Variante zurücklehnen und auf die Vermögensverwaltung der Swiss Life zugreifen. Dann beobachtet der Versicherer für den Kunden die Entwicklung der einzelnen Fonds und passt vierteljährlich an, damit dieser bei seinem Risikoprofil bleibt.

Dazu wird entweder ein Fonds herausgenommen oder ausgetauscht. Sinnvollerweise besteht auch die Möglichkeit, die Gewichtung der einzelnen Fonds neu zu sortieren, um das ursprüngliche Risikoprofil wieder herzustellen oder einfach einen neuen Fonds aufzunehmen.

Ablaufmanagement und Glättung

Selbstverständlich verfügt der „Komfort“-Tarif über ein Ablaufmanagement, das gegen Ende der Laufzeit in risikoärmere Anlagen wechselt. Interessant ist hierbei, dass automatisch geprüft wird, wann eine unterstellte Mindestrenditeerwartung erreicht wird, so dass sich die Umschichtung auch verzögern kann.

Optional kann in der „Komfort“-Variante auch eine Glättung der Schwankungen eingebaut werden. Diese misst die 90-Tages-Volatilität und schichtet bei hoher Schwankung das Geld um. Allerdings nicht in Festgeld, sondern in Renten-Kurzläufer-ETF, was kostengünstig eine Negativrendite wie zum Beispiel im Geldmarkt verhindert.

Re-Balancing nur bei aktiv besparten Fonds

Auch das Re-Balancing, das mittlerweile einige Versicherer anbieten, hat die Swiss Life sinnvoll aufgebohrt. Vor allem bei häufigen Switches in der Anlage hat der Anleger immer mehr Fonds, die er laufen lassen will, aber nicht mehr bedienen möchte.

Bei einem herkömmlichen Re-Balancing würden auch diese Fonds immer wieder neu gewichtet werden, was aber die beabsichtigte Entwicklung der besparten Fonds beeinflusst. Die Swiss Life hat dieses Problem erkannt und führt nur bei den aktiv besparten Fonds das Re-Balancing durch.

Startdynamik und Anlage in der Rentenphase

Optional kann man eine Startdynamik wählen, die die ersten fünf Dynamiken verdoppelt, was im Einzelfall interessant sein kann. Für junge Leute ist es aber wichtiger, erst wenig zu zahlen und später die Möglichkeit zu haben, die Einzahlungen zu alten Grundlagen zu erhöhen.

Hier bietet die Swiss Life ein absolutes Highlight. Selbst, wenn man mit dem Mindestbeitrag von 25 Euro startet, darf man auf maximal 500 Euro erhöhen. Wer höher einsteigt, darf immer noch verdoppeln, aber der Erfahrung nach wird die größere Zielgruppe einen Beitrag von circa 100 Euro auf später maximal 500 Euro erhöhen wollen.

Der beschriebene Ansatz wäre auch in der betriebliche Altersversorgung (bAV) interessant, wenn ein Betrieb viele Azubis hat.

Da wir alle immer älter werden, ist auch die Rentenphase ein interessanter Anlagezeitraum. Anders als bei den allermeisten Mitbewerbern, bleibt „Investo“ auch in der Rentenbezugsphase in Fonds investiert. Dann allerdings in der sicherheitsorientierten „Maximo“-Welt der Swiss Life. Aber es ist doch gut zu wissen, dass das Geld auch in der Rente noch Rendite machen darf und nicht im Sicherungsvermögen vor sich hinwächst.

Abschlusskosten bis Alter 18 Jahre

Eine spezielle Lösung, die sich eher zufällig aus dem Konstrukt ergibt, ist vertrieblich sehr interessant. Nicht selten wünschen Eltern für ihre Kinder eine Anlage, die mit 18 auf das Kind überschrieben werden soll. Da wäre eine Rentenversicherung sinnvoll, wenn diese aber bis zum Alter 67 Jahre abgeschlossen wird, sind die Kosten entsprechend höher.

Wird die Beitragszahldauer auf das Alter 18 Jahre begrenzt, hat das Kind bislang aber nicht die Möglichkeit, den Vertrag später weiter zu besparen, wenn es so vernünftig sein sollte.

Der Tarif „Investo“ kann bis zum Alter 18 Jahre bespart werden, so dass die Abschlusskosten nur bis dahin berechnet werden. Später kann er dann entweder über eine Weiterführung der Beitragszahlung oder über Einmalzahlungen von bis zu 500.000 Euro insgesamt weiter bespart werden – und auch das alles zu alten Rechnungsgrundlagen.

Stimmige Konstruktion

In dieser Variante hätte das Kind nicht zu viel Kosten gezahlt, wenn mit 18 Jahren der Gitarrenverstärker und die Gitarre gekauft werden sollen, hat aber auch die Möglichkeit, das lebenslange Einkommen abzusichern.

Alles in allem betrachtet ist die „Swiss Life Investo“ eine in sich stimmige Konstruktion, die perfekt auf die Zielgruppe der kostenoptimierten Anleger passt, die auch in der Rentenphase sinnvoll investiert sein wollen. Zumindest die Idee mit dem fondsgebundenen Rentenbezug sollte sich im Markt durchsetzen.

Philip Wenzel

Der Autor ist Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK) und für die Freche Versicherungsmakler GmbH & Co. KG tätig.

 
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