Positiver Effekt: Corona verändert Sicht auf Altersvorsorge

23.12.2021 (€) – Die seit knapp zwei Jahren andauernde Krise stärkt die Akzeptanz beim Verbraucher für Online-Angebote der Vermittler. Auch die Bereitschaft, für die Rente vorzusorgen und Rücklagen zu bilden, legt zu. Ihren Arbeitgeber beurteilt die Mehrheit der Beschäftigten positiv, wie eine Umfrage der Continentalen belegt.

Traditionell zum Jahresende veröffentlichen die Continentale Versicherungen ihre Studie zur Stimmung bei den Bürgern. Der Titel der Untersuchung lautet im Jahr 2021 „Vertrauen und Vorsorge – Die Bevölkerung in der Pandemie“. Im Fokus der Auswertung standen die Themen Vertrauen, Versicherungsberatung, Altersvorsorge und Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber.

Für die Auswertung befragte das Meinungsforschungs-Institut Kantar im Auftrag der Continentalen bundesweit 1.398 Erwachsene im Alter zwischen 25 und 65 Jahre. Die aktuelle Studie sowie die Auswertungen aus den Vorjahren stehen zum kostenlosen Download auf der Webseite der Gesellschaft bereit.

Akzeptanz für hybride Beratung steigt

Die Pandemie führt auch zu Veränderungen in der Beratung zu offenen Versicherungsfragen. Kontaktverbote und Einschränkungen hätten den Versicherungsvertrieb auf neue Wege geführt und der hybriden Beratung zu mehr Akzeptanz verholfen, heißt es in den Studienunterlagen.

Digitale Werkzeuge würden die persönliche Betreuung durch den Vermittler auch in der Viruskrise ermöglichen und unterstützen, schreiben die Autoren der Studie. Ein gutes Online-Angebot wissen die Befragten zu schätzen. 46 Prozent sagen, dass dies allein ihnen bei den meisten Fragen und Belangen zum Thema Versicherungen ausreicht.

Auch persönliche Beratung gewinnt an Bedeutung

Insgesamt sind 38 Prozent der Befragten durch die Erfahrungen in Corona-Zeiten offener für digitale Beratung, zum Beispiel per Videochat mit dem Vermittler. Dabei zeigt sich ein deutlicher Alterseffekt: 60 Prozent der Befragten unter 40 Jahren sind offen für diese Art der Beratung, bei den Älteren sind es 28 Prozentpunkte weniger.

Doch auch die persönliche Beratung gewinnt durch Corona mehr Bedeutung. Laut Studie sagen das 42 Prozent.

Bereitschaft zur Altersvorsorge (Bild: Continentale)
(Bild: Continentale)

Bereitschaft zur Altersvorsorge steigt trotz Corona

Wie bereits in der Vorgänger-Untersuchung bleibt die Altersvorsorge für die Befragten ein wichtiges Anliegen. 80 Prozent haben Angst, dass sie ihren finanziellen Lebensstandard im Alter nicht halten können. 44 Prozent der Befragten bezeichnen diese als groß (24 Prozent) oder sehr groß (20 Prozent). Gering sind die Sorgen bei 36 Prozent.

54 Prozent der Teilnehmer zeigen eine große oder sehr große Bereitschaft, sich heute zugunsten der Vorsorge bei Konsum oder Urlaub einzuschränken. Von einer geringen Bereitschaft sprechen 30 Prozent der Befragten. 14 Prozent sind zu keiner Einschränkung bereit.

79 Prozent der Befragten halten Immobilien für die Vorsorge für „gut“ oder für „sehr gut“ geeignet. Das sind acht Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Die private Rentenversicherung liegt auf dem zweiten Platz der abgefragten Maßnahmen mit 61 Prozent, gefolgt von der privaten Pflegezusatz-Versicherung (60 Prozent). Schlusslicht ist das allgemeine Sparen (46 Prozent).

Im Vorjahr der Studienreihe hatten Immobilien ihre Spitzenposition bei den Befragten ausgebaut (87 Prozent der Nennungen). Dahinter folgten private Rentenpolicen (60 Prozent). Jeweils rund jeder Zweite wählte die Antwortoptionen „Sparen“, „private Pflegezusatz-Versicherung“ oder „private Unfallversicherung“ (VersicherungsJournal 13.11.2020).

Zufriedenheit mit Arbeitgeber nimmt zu

Trotz hoher Arbeitsbelastung und verordnetem Homeoffice (1.12.2021) zeigten sich die Umfrage-Teilnehmer positiv gegenüber ihren Arbeitgebern eingestellt. 83 Prozent der Befragten sind mindestens so zufrieden wie vor der Krise, 26 Prozent sogar zufriedener als zuvor. Das gilt für Angestellte (28 Prozent) häufiger als für Arbeiter (15 Prozent).

Angst vor einer Corona-Infektion im Büro hatten die meisten nicht: 81 Prozent haben sich durch entsprechende Maßnahmen und Regelungen ihres Chefs gut oder sehr gut geschützt gefühlt.

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