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Für diese Zwecke legen die Deutschen ihr Geld zurück

12.11.2019 – Die Altersvorsorge bleibt vor dem (aufgeschobenen) Konsum das wichtigste Sparmotiv der Deutschen. Dies zeigt die Herbstumfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen. Weiteres Ergebnis: Der Stellenwert des Motivs „Erwerb/ Renovierung von Wohneigentum“ hat die Talsohle offensichtlich durchschritten und sich deutlich erhöht.

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Die Altersvorsorge ist weiterhin das wichtigste Motiv hinsichtlich der langfristigen Sparanstrengungen der Deutschen. Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Herbstumfrage des Verbandes der Privaten Bausparkassen e.V. Für die dreimal jährlich durchgeführte Untersuchung zum Sparverhalten lässt der Verband das Marktforschungsinstitut Kantar TNS jeweils 2.000 Bundesbürger ab 14 Jahren befragen.

Mit fast 56 Prozent gibt aktuell deutlich mehr als die Hälfte der Befragten an, Geld für das Alter zurückzulegen. In der Sommerumfrage (VersicherungsJournal 25.7.2019) lag der Anteil noch um etwa drei Prozentpunkte niedriger. An zweiter Stelle der Sparmotive rangiert der (aufgeschobene) Konsum. Dies gaben 51 Prozent der Interviewten an. Mehrfachnennungen waren möglich.

Deutliche Erholung beim Wohneigentum

Das Sparmotiv „Erwerb/ Renovierung von Wohneigentum“ an dritter Stelle hat nach den aktuellen Daten des Bausparkassenverbandes die Talsohle durchschritten. Denn in der letzten Umfrage hatten mit nicht einmal 29 Prozent so wenige Bundesbürger wie nie zuvor seit Beginn der Erhebung Geld für Wohneigentum zurückgelegt. Die aktuell 39,3 Prozent stellen allerdings immer noch den fünftniedrigsten seit 2013 erhobenen Wert dar.

Für Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, steigt wieder das Bewusstsein dafür, dass am Vorsparen trotz Minizinsen kein Weg vorbeiführt, wenn man sich den Traum von den eigenen Wänden erfüllen will.

Allerdings ist das Sparen für Erwerb oder Renovierung von Wohneigentum noch deutlich entfernt von frühen Werten oberhalb von 50 Prozent. Dies könne angesichts der breiten Diskussion über steigende Immobilienpreise und möglicherweise sogar negative Bauzinsen niemanden überraschen, erläutert König.

An vierter Stelle im Ranking der Spargründe liegt die Kapitalanlage, die mit unter einem Viertel wieder klar weniger Zuspruch fand als in der Sommerumfrage. Nur eine untergeordnete Bedeutung kommt den Sparmotiven „Notgroschen“ und „Ausbildung der Kinder“ zu. Diese wurden nur von rund jedem 20. beziehungsweise in etwa jedem 33. Befragten genannt.

Sparmotive (Bild: Wichert)

Langfristiger Abwärtstrend bei der Altersvorsorge

Im Langfristvergleich zeigt die Kurve des Motivs Altersvorsorge trotz der zuletzt positiven Entwicklung nach unten. So lag der Anteil der Nennungen zwischen Anfang 2013 und Anfang 2015 viele Male über der 60-Prozent-Marke. Der aktuelle Wert ist um acht Prozentpunkte niedriger als beim Höchststand aus der Herbstumfrage vor sechs Jahren (21.11.2013).

Auch beim Wohneigentum ist auf lange Sicht betrachtet ein deutlicher Abwärtstrend zu erkennen. Der Höchststand aus der Herbstumfrage 2013 lag um fast 15 Prozentpunkte höher.

Die Kapitalanlage hat seit dem Tiefststand aus der vorletzten Herbstumfrage (17.11.2017) um lediglich 0,4 Prozentpunkte zugelegt. Allerdings lag der Anteil zwischen Anfang 2013 (5.4.2013) und Anfang 2014 (8.4.2014) noch zum Teil deutlich oberhalb der 30-Prozent-Marke.

Beim (aufgeschobenen) Konsum zeigt die Kurve immer weiter nach unten. Der Höchstwert aus der Frühjahrsumfrage vor vier Jahren (8.4.2015) ist mittlerweile schon 14 Prozentpunkte entfernt. Die aktuell 51 Prozent stellen zugleich den Tiefstwert seit 2013 dar.

Zeitreihe (Bild: Wichert)

Daten zum künftiges Sparverhalten

Wie die Untersuchung weiter zeigt, hat der Anteil der zweckgerichteten Sparer unter den Bundesbürgern leicht zugenommen. Aktuell äußerten sich etwa 46 Prozent entsprechend, was dem dritthöchsten Wert seit Ende 2017 entspricht.

Eine positive Entwicklung zeigt sich auch beim zukünftigen Sparverhalten. So beabsichtigt fast jeder Zehnte, in Zukunft mehr Geld zurückzulegen als derzeit. Dies gaben lediglich in der letzten Herbstumfrage ähnlich viele Bürger an.

Andererseits will aber nicht einmal mehr jeder zwölfte Befragte sein Sparvolumen herunterschrauben. Damit „überwiegt zum ersten Mal im Sparklima der Anteil der zukünftigen ‚Mehrsparer‘ die Gruppe der Bundesbürger, die angibt, zukünftig weniger sparen zu wollen“, hält der Bausparkassenverband fest.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Ausbildung · Bausparen · Beitragsrückerstattung · Immobilie · Marktforschung · Ranking
 
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