Finanztest findet fast jeden zweiten Privathaftpflicht-Tarif „sehr gut“

15.9.2021 – Die Stiftung Warentest hat einen Vergleich von Privathaftpflicht-Versicherungen in ihrer Zeitschrift Finanztest publiziert. Von 363 Familientarifen von 89 Anbietern wurde 44 Prozent mit „sehr gut“ bewertet. Testsieger wurden „Haftpflichtschutz“ der DFV, „Privat Premium 6.0“der NV und „Plus“ der WGV. Die Verbraucherschützer raten generell zu einem Wechsel zu einer neuen, „sehr guten“ Police, wenn der bestehende Vertrag vor fünf oder mehr Jahren abgeschlossen wurde.

In ihrer Zeitschrift Finanztest Ausgabe 10/2021 hat die Stiftung Warentest einen Vergleich von Privathaftpflicht-Versicherungen veröffentlicht. Darin wurden 363 (2019: 303) Familientarife von 89 (84) Versicherern berücksichtigt.

Unter die Lupe genommen wurden Offerten ohne generellen Selbstbehalt, „die jeder abschließen kann. Berücksichtigt wurden nur Angebote von Jahresverträgen mit mindestens zehn Millionen Euro Versicherungssumme pauschal für Personen- und Sachschäden“, heißt es in dem Text.

Nicht untersucht wurden etwa die Offerten von Assekuradeuren wie Asspario Versicherungsdienst AG, Conceptif AG, Degenia Versicherungsdienst AG oder Konzept & Marketing – ihr unabhängiger Konzeptentwickler GmbH.

Die Testsieger

Von den von den Warentestern berücksichtigten Tarifen schnitt fast jeder zweite (2019: knapp jeder dritte) mit dem Gesamturteil „sehr gut“ ab. Testsieger wurden mit jeweils der Note 0,6 die DFV Deutsche Familienversicherung AG mit „Haftpflichtschutz“, der NV-Versicherungen VVaG mit „PrivatPremium 6.0“ und die WGV-Versicherung AG mit „Plus“.

Dahinter folgen ein gutes Dutzend Produkte mit der ebenfalls „sehr guten“ Note 0,7. Hierzu gehören:

Anteile der „(sehr) guten“ Produkte erhöht

Darüber hinaus wurde genau jedes dritte Angebot mit einem „guten“ Gesamturteil bedacht, etwa jedes siebte mit „befriedigend“. Für in etwa jede 17. Offerte reichte es lediglich zu einem „ausreichend“. Ein „mangelhaft“ wurde an etwa jeden 50. Tarif vergeben.

Im Vergleich zur letzten Untersuchung (VersicherungsJournal 19.9.2019) haben sich die Anteile der „(sehr) guten“ Produkte erhöht und bei den anderen Urteilen deutlich vermindert.

Notenverteilung (Bild: Wichert)

Als preisgünstigste „sehr gute“ Option für Familien wird in dem Heft der Grundeigentümer-Versicherung VVaG mit „Care Smart“ für 52 Euro (inklusive Schadenfreiheitsbonus von zehn Prozent, der nach dem ersten Schaden entfällt) genannt. Für manche anderen – ebenso hoch bewerteten – Produkte wird fast das Fünffache verlangt.

So wurde bewertet

Grundlage der Testnoten war die Bewertung von zahlreichen Leistungskriterien, die insgesamt ein Drittel der Gesamtwertung ausmachten. Dabei spielten auch Selbstbehalte bei einzelnen Leistungsbausteinen eine Rolle. Wie die einzelnen Merkmale gewichtet wurden, lässt sich aus dem Heft und der Internetseite der Stiftung nicht entnehmen.

Um „sehr gut“ oder „gut“ abschneiden zu können, mussten die Tarife den „Finanztest-Grundschutz“ bieten. Diese Leistungen und die Höhe der Versicherungssumme flossen zu zwei Dritteln in die Benotung ein. Das verbleibende Dritte entfiel auf diverse „weitere Deckungserweiterungen“ von „D“ wie „deliktunfähige Personen“ bis „V“ wie „volljährige, ledige Kinder“.

Finanztest Cover (Bild: Stiftung Warentest)

Tipps der Finanztester

Die Redakteure heben in dem Artikel hervor, das Schutzniveau der Policen sei im Vergleich zur vorigen Untersuchung noch etwas besser geworden. So seien in vielen Fällen die Versicherungssummen gestiegen und mehr Deckungserweiterungen vorgenommen worden.

„Wer seine Privathaftpflicht-Versicherung vor fünf oder mehr Jahren abgeschlossen hat, sollte deshalb zu einer neuen, sehr guten Police wechseln. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit können viele Versicherte so leistungsstärkere Policen erhalten – zu Preisen, die nicht über denen ihrer alten Tarife liegen“, geben die Autoren ihren Lesern mit auf den Weg.

Bezugsmöglichkeiten

Die am höchsten bewerteten 48 Tarife des Testfeldes sind in der gedruckten Ausgabe der Zeitschrift abgebildet. Die Liste aller untersuchten Produkte ist im kostenpflichtigen Online-Angebot der Stiftung Warentest zu finden.

Die Zeitschrift Finanztest 10/2019 ist für 6,50 Euro im Zeitschriftenhandel zu kaufen. Das Heft ist auch als E-Paper für 5,99 Euro online erhältlich. Der Artikel „Privathaftpflicht: Verträge werden immer besser – oft lohnt ein Wechsel“ kostet drei Euro.

 
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